19'337 Unterschriften für die Regenbogenfamilien
Die Petition «Gleiche Chancen für alle Familien» wurde am 15. Juni mit 19'337 Unterschriften im Bundeshaus eingereicht. Sie fordert, dass eingetragene Paare und ihre Kinder in Sachen Kinds- und Elternrechten die gleichen Möglichkeiten erhalten, wie Ehepaare und ihre Kinder. Mehr
Politik und Gesellschaft
3 Fragen an den abtretenden Geschäftsleiter von Pink Cross
Nach 9 Jahren intensiver Arbeit für die Gay-Community demissioniert Möel Volken als Geschäftsleiter von Pink Cross. Grund genug, den scheidenden Pink Cross-Aktivisten nach den Gründen zu fragen.
Möel Volken, Ende Juli trittst Du als Geschäftsleiter von Pink Cross zurück. Ermüdungserscheinungen?Nein, überhaupt nicht. Die Arbeit ist sehr spannend! Ich habe sozusagen einfach einen neuen Traumjob gefunden. Ich übernehme die Co-Geschäftsleitung des Kulturzentrums Villa Bernau. Auf diese Arbeit freue ich mich sehr. Zudem erwarte ich von meinem Rücktritt auch mehr Zeit für meine Hobbys und natürlich meine Freunde. Last but not least denke ich auch, dass nach diesem beinahe Jahrzehnt bei Pink Cross die Zeit gekommen ist, jemanden Jüngeren Platz zu machen, welcher vielleicht auch noch mehr in der Szene verkehr und etwas lieber als ich auf der Klaviatur neuer Kommunikationsmittel spielt.
Was war der Höhepunkt – welches der Tiefpunkt in Deiner Pink Cross-Karriere?
Als persönlicher Highlight empfand ich die Pride 2005 in Luzern. Die besondere Herausforderung war, dass diese eine Woche nach der Abstimmung zum Partner schafts gesetzt stattfand und wir ja im Vorfeld nicht wussten, wie die Abstimmung ausgehen würde. Wie sollten wir also ein Programm zusammenstellen, wenn wir nicht wussten, ob wir feiern oder protestieren sollten. Die Abstimmung kam gut und die Pride ging als eine der besten in die Analen ein! Als harte Niederlage erlebte ich, als die «NZZ am Sonntag» eine völlig schräge Darstellung über die neue Coming-Out-Brochüre «Selbstverständlich» publizierte. Als danach die Evangelikalen und andere Medien auch noch in die gleiche Kerbe schlugen, killte dies die Broschüre und machte sie, und mit ihr gut Fr. 80‘000.— zur Makulatur.
Was wird die grösste Herausforderung für deinen Nachfolger werden?
Die grösste Knacknuss wird sein, Pink Cross auf eine andere finanzielle Basis zu stellen. Damit mein ich nicht a-priority eine grössere Mitgliederzahl, sondern beispielsweise ein oder mehrere Sponsoren, welche bewusst grössere Geldbeträge in den Verband oder in einzelne Projekte investieren. Ich wünsche ihm zudem, dass den Regionalgruppen und Vereinen noch etwas bewusster wird, dass sie die Träger von Pink Cross sind und somit gezielt auch mehr Einfluss auf die Arbeit von Pink Cross nehmen.
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