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CD Tipps September 2009CD Tipps September 2009

DJ Corey's CD-Tipps: Whitney Houston, David Guetta, Nelly Furtado, Horse Meat Disco, Miss Platnum und Shantel.

WHITNEY HOUSTON I Look To You

(Arista / Sony Music)
ArtikelbildLeider bleibt die für Ende August angekündigte Schlacht der Diven aus. Mariah Carey und Whitney Houston veröffentlichen ihre neuen Platten doch nicht gleichzeitig. Whitneys grösste Rivalin hat sich aus diesem Rennen um Verkaufszahlen elegant zurückgezogen, obwohl sie eigentlich nichts zu befürchten hätte. Vor sieben Jahren war gegen Frau Houston immer noch kein Kraut gewachsen, die konnte jede schlicht an die Wand singen. Mittlerweile haben die vielen Drogen ihren Stimmbändern merklich zugesetzt. Trotz Studiotechnik klingt Whitneys Stimme heute heiser, dunkel und ziemlich leise. Wo ist die Power geblieben, die sie früher so einzigartig machte? Ich hoffe schwer, dass «I Look To You» nicht zu Whitneys «Boulevard der Dämmerung» wird.


DAVID GUETTA One Love

(Positiva)
ArtikelbildDer französische House-DJ und Produzent gibt dem Volk, was es wirklich will: die Fusion aus Urban und Dance Musik, was neu «Electro Hop» heisst. Seit mindestens 2001 sorgt David Guetta mit seinen sehr eingängigen Dance-Hits für Furore in den europäischen Charts und Clubs. Mit dem vierten Album «One Love» tritt er eine Welle los, die ihn auch in die USA und den Rest der Welt ganz nach oben spülen wird. Auf «One Love» teilen sich R&B-Stars wie Kelly Rowland, Will.I.Am, Estelle, Akon und Ne-Yo das Mikro. Neben diesen hochkarätigen Namen durfte die vertraute Stimme von Chris Willis jedoch nicht fehlen. Schliesslich verhalf sie Guettas frühere Songs zum ersehnten Popularitätsschub.


NELLY FURTADO Mi Plan

(Universal Music Latino)
ArtikelbildMit ihrem dritten Album «Loose», das sich weltweit millionenfach verkaufte, ist Nelly Furtado offensichtlich an einem Zenit ihres Schaffens angelangt. Damals verliess sich die portugiesisch-kanadische Sängerin total auf ihre laszive Seite. Dank ihr nahmen auch Schulkinder Begriffe wie «Männerfresserin» und «Promiskuität» in ihr Vokabular auf. Nun ist aber endgültig Schluss mit Sex. Die 31-jährige Sängerin hat sich einen lang gehegten Wunsch erfüllt und ihr viertes Album komplett in spanischer Sprache eingespielt. «Mi Plan» steht ganz im Zeichen der Liebe. Nellys sympathische Stimme streift wie ein warmer Wind über ein Meer feiner Melodien, die zwischen modernem Pop und einem Schuss Folklore pendeln. Besondere Highlights sind die ganz tollen Duette mit Julieta Venegas und Concha Buika. (Universal Music Latino)


Various Artists HORSE MEAT DISCO

(Strut)
Artikelbild«Horse Meat Disco» heisst eine sonntägliche queere Partyreihe, welche die Plattensammler und DJs James Hillard, Jim Stanton, Severino und Luke Howard in London ins Leben gerufen haben. Mit «Horse Meat Disco» huldigen sie dem Geist der Disco-Ära und deren legendären Clubs in New York City (Loft, Paradise Garage). In einer ganz lockeren Atmosphäre tanzt der Ledermann neben Heteros, Tunten, Nackten und Transen. Darum ist diese Veranstaltung auch unter dem Namen «the queer party for everyone» bestens bekannt. Für die erste CD-Compilation haben die vier Residents DJs ganz tief in ihr Plattenarchiv gegraben und 16 formidable Tracks zwischen 1978 und 1984 ausgewählt. Unglaublich, aber wahr. Auch über 30 Jahren nach seinem Bestehen ist Disco aus dem schwulen Nachtleben praktisch nicht mehr wegzukriegen.


MISS PLATNUM, The Sweetest Hangover

(Four Music, Sony Music)

SHANTEL, Planet Paprika

(Essay, Indigo)
ArtikelbildMusik verbindet und schlägt eine Brücke zwischen den Kulturen. Miss Platnum, die sympathische Wahlberlinerin mit rumänischen Wurzeln, bringt auf ihrem dritten Album „The Sweetest Hangover“ ihren originellen Stil zur Vollendung, den sie bereits auf „Chefa“ erfolgreich entwickelt hatte. Ihr partytauglicher Mix aus Hip Hop, R&B und Balkanpop wurde vom Produzententeam The Krauts ganz schön aufgemotzt. Im Mittelpunkt steht Miss Platnums äusserst wandlungsfähige Stimme, die jede Musikrichtung mühelos meistert. Zum Schreien: ihre geniale Interpretation von Kate Bushs Hit „Babooshka“. Auf seinem dritten Silberling „Planet Paprika“ befördert der DJ und Produzent Shantel seine bewährte Balkan-Blasmusik-Mischung direkt in die urbane Gegenwart. Das deutsche Ausnahmetalent überschreitet mit Bravour die Grenzen zwischen Osten und Westen, zwischen Anarchie und Romantik und zwischen Tradition und Moderne.




CD-Tipps von DJ Corey jeden 1. Sonntag im Monat, 19:00 im gayRadio auf RaBe oder danach jederzeit als MP3 auf www.gayradio.ch
Infos
Datum: 01.09.2009
Rubrik: gayRadio
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