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Die Geschwister Pfister in der KlinikDie Geschwister Pfister in der Klinik

Am 9. und 10. September treten die berühmt-berüchtigten Geschwister Pfister in der Dampf­zentrale auf mit ihrem neuen Programm «In der Klinik» Eine geschlossene Anstalt, wie man sie noch nicht gesehen hat. Zauberberg meets Kuckucksnest. Nie waren die Geschwister Pfister so glamourös und so gesund.

Anfangs der 90er-Jahre wurde die Idee «Geschwister Pfister» in Bern geboren. Lilo, Willi, Toni und Ursli, vier Geschwister aus Zermatt, die früh zu Waisen wurden und zu ihrem einzigen noch lebenden Verwandten nach Las Vegas geschickt wurden. In Amerika wurden sie zu berühmten Kinderstars. 1991 kamen sie zurück nach Europa und eroberten hier die Bühnen im Sturm. Willi musste aber bald zurück nach Las Vegas zu Frau und Kind während Lilo die ländliche Idylle auf einem Bauernhof in der Schweiz fand. Doch Ursli und Toni blieben ihrem Publikum treu. Gemeinsam mit dem musikalischen Leiter Johannes Roloff und seiner Band produzierten sie weitere Programme und holten sich zur Ergänzung das wundervolle Fräulein Schneider aus Bulgarien hinzu.

Jetzt sind die Geschwister Pfister mit ihrem neuen Programm «In der Klinik» unterwegs. Nach dem jahrelangen Touren brauchten sie Erholung und haben kurzentschlossen eine eigene Klinik eröffnet. Eine Art Betty-Ford-Wellness-Enzugsklinik-Grand-Hotel-Anlage für Prominente. «Diese völlig durchgeknallte Heilkundeveranstaltung ist die beste Geschwister-Pfister-Show seit langem» (Zitty, Berlin).Die Berner gayAgenda hat sich mit Christoph Marti (Ursli) und Tobias Bonn (Toni) unterhalten.

Welcher Promi sollte unbedingt zu euch in die Klinik kommen?
Christoph: Die meisten waren ja schon da. An die Namen im Einzelnen kann ich mich gar nicht mehr erinnern – egal. Wir sind da ziemlich tolerant und helfen gerne, wo wir können.
Tobias: Florian Silbereisen sollte dringend mal bei uns absteigen. Aber ich fürchte, der hat da so seine eigene Klinik am laufen.

In euren Shows sind immer wieder tolle Songperlen zu entdecken, die von Jo Roloff wunderbar arrangiert sind. Wer findet diese, und auf welche Lieder aus dem neuen Programm seid ihr besonders stolz?
Christoph: Dank ebay, iTunes und amazon.com ist es heute einiges leichter geworden, Musik zu entdecken. Die grössten Schätze verstecken sich aber nach wie vor auf Vinyl, auf der guten alten LP.
Besonders freut mich, dass wir uns erstmals an Stücke von Laurie Anderson oder Joan Baez rangetraut haben. Tief in jedem von uns schlummert ja letztlich doch der Akademiker, der Intellektuelle. That‘s the new genre, isn‘t it? That‘s the new genre!

Christoph, worauf freust Du dich am meisten, wenn Du wieder einmal in Bern bist, wo du aufgewachsen bist?
Christoph: Auf das Baden in der Aare, das Cordon Bleu im Restaurant Harmonie, auf das Läuten der Münsterglocken am Samstagabend, auf das Plätschern der Brunnen in der Altstadt am Sonntagmorgen, auf meine alten Berner Freunde.

Toni, Du und Christoph habt euch in Bern kennen gelernt. Ihr arbeitet zusammen und seid auch privat ein Paar. Was ist das Geheimnis eurer langjährigen erfolgreichen Beziehung?
Toni: Wir haben uns im März 1984 bei der Aufnahmeprüfung am Konservatorium in Bern kennengelernt und sind jetzt seit bald 25 Jahren ein Paar und seit acht Jahren auch eingetragene Lebenspartner in Berlin. Ein Erfolgsrezept kann ich aber leider nicht anbieten, und Geheimnisse haben wir auch keine. Wir geben alles zu!

Danke für das Interview.

Mi 9. & Do 10. Sept., Dampfzentrale
Geschwister Pfister – «In der Klinik»

Infos
Datum: 01.09.2009
Autor: Ludwig Zeller
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