CD Tipps Oktober 2009
DJ Corey's CD-Tipps: Marc Almond with Alexei Fedorov, Mika, Rufus Wainwright, Barbra Steisand, Dizzee Rascal
MARC ALMOND WITH ALEXEI FEDOROV: Orpheus In Exile: The Songs Of Vadim Kozin
(Cherry Red)
Mit Zigeunerliedern und romantischen Balladen etablierte sich Vadim Kozin im Zweiten Weltkrieg zum grössten Star der Sowjetunion. 1944 wurde der Tenor aufgrund seiner Homosexualität und antistalinistischer Haltung nach Sibirien verbannt. In Vadim Kozin hat der britische Sänger Marc Almond einen Seelenverwandten gefunden. Auf „Orpheus In Exile“ rehabilitiert die 80er-Jahre-Ikone Kozins melancholische Walzer und Tangos. Die Lieder, die sich um Exil, Verlust und das grausame Schicksal unschuldiger Menschen drehen, sind hoch dramatisches Zeug und wie geschaffen für Almonds emotionsgeladene Darbietungen.MIKA: The Boy Who Knew Too Much
(Casablanca / Polydor)
2007 wurde der Sänger, Songwriter und Produzent Mika mit einem Brit Award als bester neuer Popmusiker ausgezeichnet. Sein Debüt „Life In A Cartoon Motion“ und die daraus ausgekoppelten Singles „Grace Kelly“, „Relax, Take It Easy“ und „Happy Ending“ stürmten auf Anhieb auch die nationalen Charts. Auf dem Nachfolgeralbum „The Boy Who Knew Too Much“ präsentiert sich der rehäugige Lockenschopf mit der Vier-Oktaven-Stimme einmal mehr als eine der schrillernsten Figuren im Popgeschäft. Der britische Künstler mit libanesischen Wurzeln führt uns auf eine kunterbunte musikalische Reise in dreizehn Stationen, in welche sich seine Einflüsse (Queen, Scissor Sisters, Madonna und die Pet Shop Boys) deutlich widerspiegeln. RUFUS WAINWRIGHT: Milwaukee At Last
(Universal) (als CD, DVD oder CD/DVD erhältlich)
Der schwule Dandy unter der Singer/Songwriter-Gilde gilt als musikalischer Grenzgänger zwischen Pop, Musical und Klassik. Seit der Veröffentlichung seines regulären Studioalbums „Release The Stars“ (2007) hetzt der kanadisch-amerikanische Künstler von einem Termin zum andern. Nebst einer restlos ausverkauften Welttour hat er sich auch als Klassik-DJ einen Namen gemacht. Zurzeit arbeitet er zusammen mit einem Freund an seiner ersten Oper mit dem programmatischen Titel „Prima Donna“. Auf dem vorliegenden Konzertmitschnitt inszeniert sich Rufus als grossartige Songwriterdiva und lässt sein Genie noch heller erstrahlen. Ein Muss für Fans.BARBRA STREISAND: Love Is The Answer
(Columbia)
Der amerikanische Star kann auf eine beinahe fünfzigjährige Musikkarriere zurückblicken. Anstatt auf ihren Lorbeeren auszuruhen, setzt die Streisand auf „Love Is The Answer“ neue und erfrischende Massstäbe im Vocal-Jazz. Mit dem Diana-Krall-Quartett und einem grossen Orchester laviert Miss Barbra elegant durch ein breites Repertoire aus bekannten Jazzklassikern. Dank den edlen Arrangements von Johnny Mandell und Barbras perfekter Interpretation entsteht eine musikalische Delikatesse von grosser Intensität und emotionaler Tiefe. „Love Is The Answer“ zeigt die grosse Dame der amerikanischen Unterhaltungskunst absolut auf der Höhe ihres Könnens. DIZZEE RASCAL: Tongue „N“ Cheek
(Dirtee Stank)
Die Black Eyed Peas haben es vorgemacht. Um den Hip-Hop aus der Krise zu holen, haben sie ihn mit den unterschiedlichsten musikalischen Einflüssen kombiniert, aber vor allem heiterer und tanzbarer gemacht. Auch der britische Rap-Superstar Dizzee Rascal unterlegt seine eigenen Reime mit hinreissenden Elektro-, House- und Disco-Beats. Seine Kollaborationen mit den DJs und Produzenten Calvin Harris (Dance Wiw Me) und Armand Van Helden (Bonkers) haben bereits die britischen Single-Charts getoppt. Und die restlichen Stücke auf seiner aktuellen Scheibe stehen diesen Hits in nichts nach. „Tongue „N“ Cheek“ dürfte Dizzee Rascal zum ersehnten internationalen Durchbruch verhelfen.CD-Tipps von DJ Corey jeden 1. Sonntag im Monat, 19:00 im gayRadio auf RaBe oder danach jederzeit als MP3 auf www.gayradio.ch
