Exklusive Vorpremiere
Am Dienstag, 8. Dezember zeigt UNCUT den kanadischen Film «J’ai tué ma mère» vom jungen kanadischen Regisseur und Schauspieler Xavier Dolan als exklusive Vorpremiere für die deutsche Schweiz.
UNCUT hat hart dafür gekämpft, den Film «J’ai tué ma mère» vor dem Kinostart in der Deutschschweiz zeigen zu dürfen. Der Film ist in Frankreich und der Welschschweiz bereits im September erschienen, eine Vorführung in der Deutschschweiz ist geplant aber noch nicht festgelegt. UNCUT hat nun die grosse Freude, in einer exklusiven Vorpremiere den Film in einer „geschlossenen“ Vorführung zeigen zu können.Schwules Filmtalent aus Quebec
Xavier Dolan, heute 20 Jahre alt, schwul, aus Quebec, war mit seinem Erstlingsfilm «J'ai tué ma mère» die Sensation am diesjährigen Filmfestival von Cannes. Er hat das Drehbuch mit 17 Jahren geschrieben, seine ganzen Ersparnisse in die finanzielle Struktur des Films investiert und selber die Schauspieler rekrutiert. Nach einer ersten Ablehnung bekam sein Projekt beim zweiten Anlauf endlich eine Förderung durch den Staat Quebec. Im April 2009 wurde der Film in die Auswahl der «Quinzaine des Réalisateurs» des Filmfestivals von Cannes aufgenommen und hat hier drei der vier Hauptpreise gewonnen.
In «J'ai tué ma mère» geht es um die Beziehung vom schwulen Hubert Minel (von Xavier Dolan selber gespielt), zu seiner Mutter und ihrer Welt. Hubert liebt seine Mutter nicht. Er urteilt über sie mit Geringschätzung, sieht nur ihre geschmacklosen Pullover, ihre kitschigen Hausdekorationen und die Brotbrosmen an ihrem Mund beim gemeinsamen Essen. Auf der anderen Seite stehen die Manipulationen und Schuldzuweisungen seiner Erzeugerin. Verwirrt von dieser Liebe/Hass-Beziehung durchlebt Hubert eine sowohl ganz typische wie aussergewöhnliche Adoleszenz.
Der Jazz ist schwarz und weiblich!
Ein weiteres Highlight im Dezember-Programm von UNCUT ist der Dokumentarfilm «Frauen im Jazz» über die Frauenjazz-Band «International Sweethearts of Rhythm», die in den 40er Jahren grosse Erfolge feierte. Die beiden Regisseurinnen Greta Schiller und Andrea Weiss haben Maxine Sullivan, Tiny und Ruby und die noch lebenden ‚Sweethearts’ getroffen und zu ihrer außergewöhnlichen Karriere befragt. Originales Archivmaterial gibt den Eindruck von Persönlichkeit und Mut der Musikerinnen und von der Faszination ihrer Auftritte. Spannende Biografien kommen zum Vorschein und eine besondere Künstlerinnenszene wird erstmals filmisch gewürdigt.
Weiter Infos zu den Filmen auf www.gaybern.ch/uncut
