Gays gründen SVP-Gruppe
Die neu gegründete Gruppe, GaySVP, von Beat Feurer und Thomas Fuchs setzt sich für die Anliegen von Lesben und Schwulen ein. Konflikt innerhalb der SVP ist vorprogrammiert: Die Mutterpartei vertritt traditionelle Familienwerte, während die GaySVP unter anderem für ein Adoptionsrecht einsteht. Was meinst du zur GaySVP? Diskutiere mit!
Das Ziel der neuen Gruppierung: Gays innerhalb der SVP und in der Gesellschaft zu vertreten. Der Gründer Beat Feurer sagt: «Schwule, Lesben und Heteros könnten problemlos nebeneinander politisieren», wie das Bielertagblatt berichtete. Auch der Mitinitiant und bisexuelle SVP-Politiker, Thomas Fuchs, sieht in GaySVP kein Widerspruch: «Viele Schwule und Lesben haben bei der Minarett Initiative «Ja» gestimmt. Sie haben Angst vor schwulenfeindlichen Einwanderern», gemäss dem Bieler Tagblatt.Die schwule SVP Gruppe stellt folgende Forderungen:
– Homosexuelle in eingetragener Partnerschaft sollen das Recht zur Adoption erhalten.
– Massnahmen der Schweiz gegen die Verfolgung Homosexueller im Ausland.
– Homosexualität darf an Schulen nicht weiter ignoriert werden
– Das Thema der Gleichberechtigung Homosexueller muss auch in der SVP unverkrampft thematisiert werden. Und deshalb muss eine Fachkommission für Homosexualität innerhalb der SVP geschaffen werden.
Wer die Webseite www.gaysvp.ch anklickt, liest folgende Aussage: « (...) Wir sind besorgt über Entwicklungen, die die traditionelle Familie bedrohen (...) .» Ist dies ein Widerspruch? Es gehe um eine Intitiative die Gleichberechtigung fremdbetreuender Eltern mit solchen, die ihr Kind zu Hause aufziehen, verlange. Beide Familienformen sollen Anspruch auf Steuerabzüge haben. Auch als Homosexueller könne man für eine traditionelle Familie einstehen meint die gaySVP.
Die GaySVP ist ein kontroverses Thema: Schwul und bei der SVP? Eingetragene Ehe und gleichzeitig für traditionelle Familien? Offen gegenüber der Sexualität und dennoch gegen Ausländer?
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