CD Tipps Sommer 2010
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gayRadio
CD Tipps Januar 2010
DJ Corey's CD-Tipps: Adam Lambert, Martha Wainwright, Charlotte Gainsbourg und Alicia Keys
ADAM LAMBERT, For Your Entertainment
(RCA)
Der Zweitplazierte der achten American-Idol-Staffel legt ein fulminantes Debütalbum vor. Schon während der Casting-Show schienen sich alle Songschreiber und Produzenten um den 28-jährigen schwulen Rock-Vampir reissen zu wollen. Beim Blick in die Liste der Beteiligten verschlägt es dem Pop-Connaisseur fast die Sprache: Lady Gaga, Pink, Linda Perry, Matthew Bellamy (Muse), nur um einige zu nennen. Mit kraftvoller Stimme singt sich Lambert durch ein zeitgemässes Repertoire voll deftiger Glam-Rock-Riffs, tanzbarer Popmelodien und dunkler Balladen. Nach Mika und Sam Sparro hat das schwule Publikum wieder einen talentierten Pop-Sänger, auf den es stolz sein kann. MARTHA WAINWRIGHT Sans Fusils, Ni Souliers, A Paris
(Cooperative Music / Universal)
Auch Rufus Wainwrights kleinere Schwester wollte schon lange ein Tribut-Album veröffentlichen. Auf „Sans Fusils, Ni Souliers, A Paris“ verbeugt sich die zweisprachige Kanadierin mit grossem Respekt vor der legendären Edith Piaf. Die Folksängerin hat auf unsterbliche Standards wie „Milord“ oder den obligatorischen „Non, je ne regrette rien“ bewusst verzichtet. Stattdessen konzentriert sie sich auf weniger bekannte aber ebenso faszinierende Chansons der französischen Ikone. Dabei ist Martha Wainwright stets sehr nah am Original, weiss dennoch mit sanfter Zurückhaltung zu glänzen. Im Übrigen entstand dieses Projekt unter der Regie von Hal Winler, einem richtigen Fachmann in Sachen Tribut-Alben. Wem das alles zu elitär erscheint, der greife lieber zu Susan Boyles „I Dreamed A Dream“. CHARLOTTE GAINSBOURG, IRM
(Because Music / Warner)
Die französische Schauspielerin und Sängerin weiss, dass ihr Erfolg immer mutige Entscheidungen voraussetzt. Der Film „Antichrist“ von Lars Von Trier stellte für sie eine extreme Herausforderung dar. Dafür wurde sie in Cannes zu recht als beste Schauspielerin ausgezeichnet. Für ihr zweites Album im Erwachsenalter legt sie ihr Schicksal neu in die Hände des amerikanischen Multitalents Beck. Dessen Einfluss auf „IRM“ ist unverkennbar und allgegenwärtig. Charlottes hauchender Stimme gelingt es trotzdem, sich gegen technische Geräusche, verzerrte Gitarren und melancholische Streicher elegant zu behaupten. Der Geist ihres grossen Vaters Serge wabert schmunzelnd durch das ganze Album. ALICIA KEYS, The Element Of Freedom
(J Records / Sony)
Auch eine mehrfache Grammy-Gewinnerin und erfolgsverwöhnte Künstlerin wie Alicia Keys musste gegen Depressionen kämpfen. Doch die Sängerin und Songschreiberin konnte ihre Traurigkeit in Kreativität umwandeln. Auf „The Element Of Freedom“ gewährt die 28-jährige New Yorkerin einen intimeren Einblick in ihre Person. Früher hatte sie offenbar das Gefühl, sie müsse ihrem Publikum nur ihre starke Seite zeigen. Neuerdings bekennt sie sich auch zu ihren Schwächen. Die aktuellen Songs sind der Spiegel Alicias neuer Befindlichkeit. Neben vielen ganz grossen Balladen, die sie wie gewohnt mit ihrem Klavierspiel veredelt, gibt es auch ein tolles Duett mit Beyoncé. „Put It In A Love Song“ dürfte vor allem gut auf dem Dancefloor funktionieren. CD-Tipps von DJ Corey jeden 1. Sonntag im Monat, 19:00 im gayRadio auf RaBe oder danach jederzeit als MP3 auf www.gayradio.ch
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