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Politik und Gesellschaft

Grossratswahlen Bern: Die Gay-Liste

Grossratswahlen Bern: Die Gay-Liste

Am 27./28. März wählt das Volk den Grossrat für den Kanton Bern. Wir stellen euch die schwulen Kandidaten und lesbischen Kandidatinnen vor.

Beat Feurer

1960, SVP Seeland (1)
dipl. Steuerexperte, gaySVP
Wahlkreis Biel-Seeland, Liste 1, Kandidat 01.09.1
«Vor allem der Einsatz für die Freiheitsrechte von Schwulen und Lesben ist mir wichtig. Dazu gehört selbst in unserer fortschritlichen Gesellschaft eine frühzeitige Aufklärung in Schulen. Das Recht auf Adoption soll zudem zu gleichen Bedingungen allen Menschen offen sein, so auch Gays. Wichtig ist ihm sodann, innerhalb seiner Partei für mehr Offenheit und Toleranz gegenüber Gays zu kämpfen.»

Thomas Fuchs

1966, SVP, Grossrat, bisher (2)
Betriebswirtschafter FH / Liegenschaftsverwalter
Wahlkreis: Stadt Bern, Liste 1, Kandidat 01.01.5
«Gönnermitglied Pink Cross und HAB, engagiert in GLBT-Netzwerk, Präsident Vereinigung BernAktiv, Präsident verschiedener sozialer Institutionen (u.a. Träger der Henri-Dunant-Medaille für 20 jährige Präsidentschaft im Samariterwesen), bis 2002 Mitglied des Berner Stadtrates. Viele Leute verwechseln Toleranz mit Akzeptanz. Der Weg zur vollen Akzeptanz ist leider noch steinig und weit entfernt. Wir müssen Junge beim Coming-out beistehen, Rat geben und Hilfe offerieren. Gewalt und Schwulenhass sind nicht zu tolerieren, ebensowenig die inakzeptable Haltung ausländischer Staaten gegenüber Schwulen und Lesben. Die Arbeit geht uns noch lange nicht aus, Gaypartys hin oder her.»
www.fuchs.tv

Aline Haldemann

1980, Junge Grüne (3)
Projektleiterin
Wahlkreis Bern, Liste 18, 18.02.3
«Homosexuelle sollen das Recht auf Adoption bekommen und Homophobie soll sowohl rechtlich wie auch durch Präventionsprogramme bekämpft werden. Homophobie ist für mich aber kein Einzelthema; Rassismus, Frauenfeindlichkeit, Umweltverschmutzung und Speziesismus sind ebenso wichtige Aspekte, die es zu bekämpfen gilt. Keines dieser Themen sollte gesondert betrachtet werden.»

Mathieu Chaignat

1973, Les Verts (4)
Médiamaticien
Wahlkreis:Jura bernois, Liste 9, 09.05.9
«La place dans la société et les droits accordés aux personnes homosexuelles ces dernières années sont important. Cette reconnaissance ne va pas toujours de soi et il est toujours nécessaire de l’expliquer, de la cultiver, de la défendre inlassablement. »

Jean Francoise Schafroth

1963, PSJB - Les socialistes et sympathisants (5)
Infirmier diplômé
Wahlkreis: Jura bernois , Liste 6, Kandidat 06.05.0
Arbeitet seit 8 Jahren in der Pflegedirektion Biel-Seeland-Berner Jura (PDBBJ) in Bellelay. Als Mitglied der Pflegedirektion ist er verantwortlich für die Praxis-Ausbildung, Sozialtherapie und die Leistungserfassung im Pflegedienst.
«Handeln mit Respekt und Kompetenz nach humanitären und nachhaltigen Prinzipien.»

Wuddri Rim

1985, JUSO (6)
Psychiatriepflegefachmann HF i.A., Vorstandsmitglied GaynossInnen Juso Schweiz und Verein Familienchancen, Mitglied Queer Amnesty, GLSBe, VPOD, GSoA und Second@s Plus Bern.
Wahlkreis: Stadt Bern, Liste 8, Kandidat 08.16.8
«Gleiche Rechte und Chancen für Alle! Hinter meinem Einsatz für eine schönere und bessere Welt stecken egoistische Motive: Ich habe es satt, Bürger zweiter Klasse zu sein. Sei es wegen meinem sozialen und kulturellen Hintergrund, sei es wegen meiner sexuellen Orientierung. Ich kann und will nicht akzeptieren, dass wir Queers nur eine geduldete und aus Good-will akzeptierte Randerscheinung der heteronormativen Gesellschaft sein sollen. Meine Anliegen sind eine konsequente Gleichberechtigung, sei es betreffend Ehe- und Familienrecht, Integration von homo-, bi-, trans- und intersexuellen Erlebniswelten im Unterrichtsmaterial und last but not least die Möglichkeit Blut zu spenden.»

Rahel Ruch

1986, JA! (7)
GSoA-Sekretärin, Studentin Geschichte und Volkswirtschaft, Stadträtin Bern
Wahlkreis: Stadt Bern, Liste 4, Kandidat 04.15.4

Patrik Wyss

1975, Grüne Freie Liste (GFL) (8)
Projektleiter
Wahlkreis Stadt Bern, Liste 5, Kandidat 05.20.7
«Ich möchte heute die Welt von morgen mit gestalten: mit einer intakten Natur, integrierten Minderheiten, sozialer Gerechtigkeit & kultureller Vielfalt.»

Marcel Wüthrich

1968, Grüne Freie Liste (GFL), (9)
dipl. phil. nat. Statistiker und Versicherungsmathematiker
Vorstandsmitglied der GFL Stadt Bern
Vorstandsmitglied von GLSBe, Mitglied von PinkCross und HAB. Mehrfacher Medaillengewinner im Radsport an Gay Games und Outgames
Wahlkreis Stadt Bern, 
Liste 5, Kandidat 05.19.3
«Ich wünsche mir, dass lesbische und schwule Paare jederzeit ohne Angst Hand in Hand durch Berns Gassen gehen dürfen. Die Welt braucht Vorbilder und sichtbare Offenheit; nur so können alle begreifen, dass homosexuelle Männer und Frauen niemandem etwas wegnehmen wollen. Die gesamte LGBT-Thematik muss in der Erziehung, in den Schulen, in Sportvereinen usw. endlich zum ernsthaften Thema werden – Themen auch für den Grossrat des Kantons Bern!
Eigenschaften, wie sie in der GFL herrschen, führen zur Akzeptanz für uns Schwule und Lesben: eine offene Gesprächskultur, das Interesse an Andersdenkenden und die Lust, durch Vermittlung Lösungen zu finden. Es ist deshalb kein Zufall, dass es mit Bernhard Pulver "einer von uns" in den Regierungsrat geschafft hat.»
Kommentare

Am 03. März 2010 gegen 11 Uhr meinte gere: Antworten

Nur schwul sein, ist für mich kein Kriterium einen Politiker zu wählen.

Ideal wäre die Liste als Ausdruck

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Infos
Datum: 25.02.2010
Autor: Ludwig Zeller
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