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David Sedaris: Ich ein Tag sprechen huebsch
Sedaris Erinnerungen sind äusserst vergnüglich zu lesen. Weit davon entfernt, sich als Berufs-Schwuler zu präsentieren, ist für ihn Homosexualität ein Thema unter vielen.
Die Sprache und ihre Tücken ziehen sich als roter Faden durch Sedaris autobiographischen Roman, dargestellt am Jungen, der das Lispeln auf seine ureigene Weise bekämpft oder am erwachsenen David, der seinem Freund nach Frankreich folgt und die Fallstricke einer Fremdsprache kennenlernt. Dass sein Interesse mehr dem männlichen Geschlecht gilt, irritiert den Jungen David, doch als Erwachsener geht er so souverän damit um, dass man geneigt ist, es immer wieder zu vergessen.Sedaris is sehr witzig und seine Erinnerungen ungemein süffig zu lesen. «In der Nacht vor meiner ersten Akt-Stunde lag ich schlaflos und voller Sorge im Bett., durch den Anblick der nackten Modelle körperlich erregt zu werden. (...) Zugegeben, das Modell war muskulös und männlich gebaut, aber es war eine Frau.»
Walter Salvisberg
David Sedaris: "Ich ein Tag sprechen huebsch"
Haffmans, Zürich 2001, ISBN 3-251-00497-2
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