Gay Games 2010 in Köln
Unter dem Motto „be part of it!“ lädt Köln zu den 8. Gay Games ein. Rund 12'000 Sportlerinnen und Sportler aus rund 70 Ländern werden an den Wettkämpfen und Kultur-veranstaltungen teilnehmen. Mit dabei auch knapp 30 Berner und Bernerinnen.
Mit 35 Sportarten bieten die 8. Gay Games Köln vom 31.07. - 07.08.2010 ein vielfältiges Programm. Von Fussball, Volleyball über Bodybuilding, Eiskunstlaufen, Inlineskating bis Schach und Golf geht die sportliche Bandbreite. Nach dem Motto "be part of it!" kann jede Sportlerin und jeder Sportler mitmachen. Qualifikationskriterien gibt es nicht. In vielen Disziplinen gibt es unterschiedliche Alters- und Leistungsklassen. Alle Wettbewerbe werden nach internationalen Standards und nach den Regeln der entsprechenden Verbänden durchgeführt, sodass zum Beispiel auch Rekorde international anerkannt werden könnten.Bernerinnen und Berner auf Medaillenjagd
Schon fast traditionsgemäss reist eine Berner Delegation an die Gay Games. Knapp 30 Sportlerinnen und Sportler des Gay und Lesbian Sports Bern (GLSBe) nehmen gemäss Vereinsvorstand an den Gay Games in Köln teil. Sie stehen in den Sportarten Volleyball, Rad, Mountainbike, Inlineskating, Triathlon, Bowling, Leichtathletik, Laufen und Tanzen am Start. In den letzten Jahren haben die Bernerinnen und Berner immer Edelmetall abgesahnt. Wie sieht wohl dieses Jahr die Medaillen-Bilanz aus? Erfolge bis ganz auf das Treppchen dürfen von den Leichtathleten und dem Berner Bowling Team erwartet werden.
Guido Westerwelle ist Schirmherr
Der deutsche Aussenminister Guido Westerwelle wird die Schirmherrschaft der Gay Games Köln übernehmen. Am 31. Juli 2010 wird Westerwelle den Sport- und Kulturevent im RheinEnergieStadion eröffnen. „Wir freuen uns sehr, einen solch prominenten Fürsprecher gefunden zu haben. Mit seiner Zusage setzt Guido Westerwelle ein deutliches Zeichen für mehr Toleranz und Akzeptanz homosexueller Menschen in unserer Gesellschaft“, sagte Annette Wachter, Geschäftsführerin der Gay Games Köln. Guido Westerwelle ist im letzten Herbst zum Aussenminister ernannt worden. In dieser Funktion ist er zugleich Vizekanzler der Bundesrepublik Deutschland. Er hat sich im Jahr 2001 offen zu seiner Homosexualität bekannt.
Agnes, Taylor Dayne & Co. heizen zum Start ein
Der schwedische Shootingstar Agnes und die ehrwürdige Taylor Dayne aus den USA werden an der Eröffnungsfeier im Rhein Energie Stadion unter anderen auf der Showbühne stehen. Dirk Bach unterstützte die Veranstaltung bereits im Vorfeld kräftig und wird wohl auch an der Eröffnung nicht zu übersehen sein. Zuvor werden die rund 12‘000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer nach Herkunftsland in das Stadion einlaufen. Aus den USA, Deutschland und Frankreich reisen die grössten Delegationen an.
Die Geschichte der Gay Games
Die Gay Games werden alle vier Jahre ausgetragen. Ziel ist es, für mehr Toleranz gegenüber Schwulen, Lesben, Bisexuellen und Transgender zu werben. Die ersten Gay Games fanden 1982 in San Francisco statt, 1.350 Athleten kamen aus zahlreichen Ländern zusammen. Seitdem wurden die Spiele alle vier Jahre in Weltstädten veranstaltet. Die Gay Games 2006 in Chicago zogen über 11.500 Teilnehmer aus 70 Ländern an.
Die Gay Games sind das Erbe von Tom Waddell, US-Zehnkämpfer der Olympischen Spiele 1968. Waddell erdachte die Spiele als eine Möglichkeit für Schwule und Lesben ihr Können zu zeigen. Ihr Wettbewerbsgeist ist geprägt von Menschlichkeit. Er wollte durch den Sport ein besseres Verständnis erreichen.
