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Rolf Sommer der neue Musical-StarRolf Sommer der neue Musical-Star

Wenn am 14. und 15. August der Männerchor vom Ensemble Leonardo auf der ONO-Bühne steht, singt auch Rolf Sommer mit. Der ehemalige gayAgenda Mitarbeiter ist Musicaldarsteller und hat sich grad die Hauptrolle im Musical «Die Schweizermacher» ergattert. Wir haben uns mit ihm unterhalten.

Vor 12 Jahren als die Berner gayAgenda geboren wurde, warst Du im Team als Schreiber. Welche Erinnerungen hast Du von deiner Zeit in Bern?
Ich war 19 Jahre alt, als ich nach Bern kam, und bin sechs Jahre geblieben. Einige Freunde von damals gehören noch immer zu den wichtigsten Menschen in meinem Leben. Während die Erinnerungen an die Uni bereits langsam verblassen, sind die Erinnerungen an die gayAgenda-Sitzungen, den ersten Rosaroten Adrian, die Abende im anderLand sehr lebendig. Es war die Zeit meines Coming Outs. Diese Erinnerungen sind sehr wichtig für mich.

Du wolltest dann deinen Traum wahr machen, auf der Bühne zu stehen, und hast an der Abraxas Musical Akademie in München eine dreijährige Ausbildung gemacht. War eine Karriere im Showbusiness schon immer dein Wunsch?
Es war wohl eher etwas, das in mir schlummerte, als ein klarer Wunsch. Als Schüler hatte ich viel Theater gespielt und gesungen. In Bern stiess ich zum Schwubs und nahm meine ersten Gesangsstunden bei der damaligen Schwubs-Dirigentin Christine Guy. All diese super Erfahrungen haben mich schliesslich nach München geführt.

War es schwierig dieses Ziel zu erreichen?
Es fiel mir nicht leicht, meine Zelte in Bern abzubrechen und mich so radikal neu zu orientieren. All dies war mit vielen (Selbst-)Zweifeln verbunden. Heute könnte ich mir keinen anderen Beruf mehr vorstellen.

Du konntest schon in vielen verschiedenen Produktionen mitspielen wie beispielsweise im «Little Shop of Horror» und «Bye Bye Bar» am Theater am Hechtplatz in Zürich und auch in den ersten zwei Seasons von «Ewigi Liebi» wars du zu sehen. Jetzt hast Du sogar die Hauptrolle im neuen Musical von den «Ewigi Liebi»-Produzenten erhalten. Du spielst in «Die Schweizermacher» Moritz Fischer, die Rolle die in der Filmvorlage von Emil gespielt wurde. Es ist sicher eine besondere Herausforderung diese bekannte Figur zu spielen, wie bereitest du dich darauf vor?
Es wäre bestimmt fatal, Emil Steinberger kopieren zu wollen. Das ist unmöglich. Es wird aber wichtig sein, zusammen mit dem Regisseur Stefan Huber einen eigenen Moritz Fischer zu finden, der sich an der Figur im Film orientiert. Ich freue mich riesig darauf, diese Rolle spielen zu dürfen!

Wann wird «Die Schweizermacher» auf der Bühne zu sehen sein und wo?
Ab dem 16. September 2010 in der Maag Music Hall in Zürich.

Aber vorher kommst Du noch nach Bern. Du machst im «Ensemble Leonard» mit einem Chor-Projekt von Nicolas Fink. Worauf freust Du dich besonders, wenn Du wieder mal in Bern bist?
Abgesehen von diesem Leonardo-Konzert, auf das ich mich sehr freue, bin ich ab und zu in Bern, um mein Göttimeitli zu besuchen. Wir sind beide grosse Fans des Wasserspiels auf dem Bundesplatz!

Danke für das Interview
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Infos
Datum: 24.06.2010
Autor: Ludwig Zeller
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