Alexandra El Khoury: «Lachen ist die beste Droge»
Alexandra El Khour ist die eine Hälfte im Impro-Duo "Sister’s funky tongue". Amal Chaoui hat sich mit ihr nach dem Auftritt in der Villa Stucki unterhalten.
Wenn Alexandra El Khoury und Claudia Lozano auftreten, erheitern sie das Publikum schon beim Aufstellen ihres Equipments: Einem Beamer, einer Leinwand und zwei Mics. Da störte es beispielsweise beim letzten „3-Gang HAB-Abend“ in der Villa Stucki nicht einmal, bei heissem Wetter eine halbe Stunde im verdunkelten Raum das Beste einiger Hollywood Filme zu sehen, nämlich der Synchronisation von Alexandra und Claudia, die weitaus witzigere Dialoge und Geräusche von sich geben als es Baywatch im Original zu bieten hat.Wie entstand die Idee, Filme zu synchronisieren?
„Die Idee, Filme vor einem Publikum und ohne Vorbereitung improvisierend zu vertonen entstand vor vier Jahren genau so spontan, nämlich an einem Abend unter Freundinnen im privaten Rahmen.“
Alexandra El Khoury mag es, mit Sprachen zu spielen und hat übersprudelnde Ideen, Dialoge witzig zu gestalten – Ton aus, Film ab und Sister’s funky tongue textet drauflos, dass die Leute im Raum lachen dürfen, wenn im Kino stille Langeweile herrschen würde.
Warum tust du diese Art von Performance?
„Aus Spass und weil ich gerne Menschen unterhalte und zum Lachen bringe. Lachen ist die beste Droge. Es ist ein kreativer Moment, wo Sachen spontan entstehen.“
Was wollt Ihr mit Euren Vertonungen beim Publikum auslösen?
„Es geht lediglich darum, Spass an der Sache zu haben und wenn möglich Leute zum Lachen zu bringen. Nonsensunterhaltung. Und vielleicht auch aufzuzeigen, dass Worte Bilder bewegen. Wir spielen natürlich auch mit Klischees und lassen Tagesaktuelles aus Politik und Gesellschaft mit einfliessen.“
Wo tretet ihr ab September wieder auf und wer fragt euch für Auftritte an?
„Vorgesehen ist ein Auftritt am 11. September 2010 im Kino der Reitschule Bern anlässlich einer kulturellen Veranstaltung im Rahmen des Abstimmungskampfes zur Anti- Reitschulinitiative. Ich habe vor, weitere Kurzauftritte alleine ab September am PixMix in der Dampfzentrale Bern, jeweils einmal pro Monat zu machen. Details zu geplanten Auftritten können in der Gruppe Sister's funky tongue auf Facebook entnommen werden.“
Was wäre für Sister's funky tongue ein Traum und was sind eure Zukunftspläne?
„Dass ich davon leben kann (lacht). Nein, ich mache solange weiter wie es mir Freude bereitet und es bei den Leuten gut ankommt. Ich könnte mir vorstellen, dass meine Auftritte musikalisch improvisiert untermalt werden, wie zu den Zeiten der Stummfilme.“
Das Interview führte Amal Chaoui
