Gay Games Köln: Berner holen 9 Goldmedaillen
Die Bernerinnen und Berner des Gay- und Lesbian Sport Bern (GLSBe) haben 9 Goldmedaillen an den Gay Games gewonnen. Rund 10 000 Sportlerinnen und Sportler aus rund 70 Ländern haben anfangs August an den Wettkämpfen in Köln teilgenommen.
Bild oben: Gold für die Bernadetts (Volleyball Männer, Level BB)Die ersten Gay Games fanden 1982 in San Francisco statt. Seitdem wurden die Spiele alle vier Jahre durchgeführt. Mit 35 Sportarten haben die 8. Gay Games Köln ein vielfältiges Programm angeboten. Alle Wettbewerbe wurden nach internationalen Standards und nach den Regeln der entsprechenden Verbände durchgeführt, sodass zum Beispiel auch Rekorde international anerkannt werden könnten. Mit dem sportlichen Grossanlass soll für mehr Respekt gegenüber Schwulen, Lesben, Bisexuellen und Transgender geworben werden können. Genau diese Forderung hat Guido Westerwelle, deutscher Aussenminister, an der Eröffnungszeremonie bekräftigt „wir wollen keine Privilegien – wir wollen Respekt“.
Bild links: Rudi Spang: 60-jährig und 7 mal auf dem Podest (Bild: zvg D. Laubscher)
Bild rechts: Gold im Triathlon! v.l. Kurt Stähli, René Böhlen und Daniel Schlagenhauf (Bild: zvg R. Spang)
Mit 60 Jahren an den Gay Games teilgenommen
Knapp 30 Sportlerinnen und Sportler des Gay und Lesbian Sport Bern (GLSBe) nahmen an den Gay Games in Köln teil. Sie starteten in den Sportarten Volleyball, Rad, Mountainbike, Inlineskating, Triathlon, Bowling, Leichtathletik, Laufen, Tennis und Tanzen. Der jüngste Teilnehmer der Berner Delegation ist unter 30-jährig und der älteste wird 60 Jahre alt. Dank den Wertungen in den Altersklassen und dem internationalen Teilnehmerfeld sind die Wettkämpfe für alle herausfordernd und motivierend.
Neunmal auf Platz eins
Die Berner Teams haben im Triathlon über die olympische Distanz sowie im Volleyball je Gold geholt. Daniel Schlagenhauf hat in seiner Altersklasse das Mountainbike Rennen gewonnen, Rudi Spang entschied das Speerwerfen und den Weitsprung in seiner Altersklasse für sich und Myriam Duc hat das Tennisturnier in ihrer Stärkeklasse gewonnen. Zudem gewannen Rudi Spang und Daniel Laubscher in der 4 x 400 m resp. 4 x 200 m Staffel Gold. Es kann schnell mal der Eindruck entstehen, dass es ein Sonntagsspaziergang wäre, sich an den Gay Games in die Medaillenränge zu spurten oder zu werfen. Rudi Spang, Gewinner von 7 Medaillen erfolgreichster Berner entgegnet: „ich freue mich sehr über meine Resultate in der Leichtathletik. Im Vorfeld habe ich dafür auch geübt und trainiert. Ich improvisierte teilweise und bastelte mir meinen eigenen Speer zum Training. Und dann in
den Wettkämpfen in Köln war ich von meinen Konkurrenten echt gefordert z.B. im 100m-Sprint betrug der Abstand zum Ersten zwei Hundertstelsekunden“.
Welche Nutzen bringen die Gay Games?
Klar, sich in einem internationalen Wettbewerb zu messen kann für viele aktive Sportlerinnen und Sportler bereits die Motivation sein, sich für die Gay Games anzumelden. Befragungen haben aber ergeben, dass eine Teilnahme auch das Lebensgefühl generell stärken können und den schwulen und lesbischen Sportlern Ansporn für den Alltag geben können, bestätigt Thorsten Moeck, Sprecher der Gay Games Köln. Der Berner Kurt Stähli, der zum 1. Mal an den Gay Games war, blickt sehr zufrieden auf die Woche in Köln zurück: „die Stimmung an den Wettkämpfen aber auch abends im Ausgang war sehr gut. Ich bin Läufer und daher selten im Team am Start. Mir hat besonders gefallen, dass ich mit dem Team im Triathlon die Goldmedaille gewonnen habe und dass ich zahlreiche Leute von überall her kennengelernt habe“.
Medaillenspiegel des GLSBe
Tennis:
Miriam Duc, Gold
Volleyball:
Bernadettes, Gold
Triathlon Team (olymp. Distanz):
BernFrontrunners, Gold
Mountainbike:
Daniel Schlagenhauf, Gold
Leichtathletik:
Rudi Spang, Gold Speerwurf
Rudi Spang, Gold Weitsprung
Daniel Laubscher, Silber Weitsprung
Rudi Spang, Silber Kugelstossen
Rudi Spang, Silber 100 m
Daniel Laubscher, Bronze 100m
Rudi Spang, Silber 200 m
Daniel Laubscher, Silber 3000 m Steeple
Thomas Streule, Bronze 5000 m
Team World (mit Rudi Spang), Gold 4 x 200 m
BernFrontrunners, Gold 4 x 400 m
Triathlon Einzel (olymp. Distanz):
Thomas Streule, Bronze
Halbmarathon:
René Böhlen, Bronze
Zeitfahren Team:
The 3 devils (mit Thomas Streule), Silber;
Donnerwetter & Sonnenschein (mit Marcel Wüthrich), Bronze
Bowling:
Bäre Bowlers 1, Bronze
Tanz:
Jelsha Ueltschi und Ursula Winterhalder, Gold Standard 35+, C-Klasse
