Queer Refugee
AktivistInnen von Queeramnesty berichten am 26. Oktober von ihren Tätigkeiten und Erfahrungen und geben einen Überblick über die Lage der Menschenrechte von Queer Refugees in der Schweiz.
Queer Refugees sind Flüchtlinge, die aufgrund ihrer sexuellen Orientierung oder ihrer geschlechtlichen Identität in ihrem Heimatland verfolgt werden. Sie fliehen aus ihrer Heimat, weil sie als Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transgender nicht frei leben können, sondern bedroht, verhaftet, bestraft und gefoltert werden. In Iran, Mauretanien, Nigeria, Katar, Saudiarabien, Sudan und Jemen steht auf homosexuelle Akte weiterhin die Todesstrafe. Nicht nur Staaten verfolgen sexuelle Minderheiten, sondern oft auch Familien und Gemeinschaften.Im Fluchtland, z.B. der Schweiz, angekommen, sind Queer Refugees oftmals erneuter Diskriminierung durch andere Asylsuchende ausgesetzt. Die Homophobie, die in ihren Herkunftsländern herrschte, äussert sich auch im Alltag in den Asylzentren. Das Personal in den Unterkünften nimmt die Probleme von Queer Refugees oft nicht wahr – auch weil die Schulung dafür fehlt.
Die Erfahrungen von Amnesty International zeigen, dass die Schweiz in der Praxis zu wenig für den nötigen Schutz von Queer Refugees unternimmt. Die AI-Sektion Queeramnesty setzt sich gezielt für die Rechte und Würde von sexuellen Minderheiten ein und fordert die Auseinandersetzung von Hilfswerken und Mitarbeitenden im Asylbereich mit der Thematik.
DIENSTAG 26.10.10 20.00 Uhr
Frauenraum Reitschule
Queer Refugees – Menschenrechte für verfolgte sexuelle Minderheiten in der Schweiz
Referat mit VertreterInnen von Queeramnesty im Rahmen von "Willkommen im Paradies", einer Veranstaltungsreihe der Reitschule Bern zur Schweizer Migrationspolitik.
