CD-Tipp November 2010
DJ Corey's CD-Tipps:Elton John & Leon Russel, Joe McElderry, Cheryl Cole, Rihanna, Swedish House Mafia, Magnetic Man

ELTON JOHN & LEON RUSSELL, The Union
(Universal)Schon seit langem wollte Sir Elton John ein Album mit seinem grossen Idol, dem amerikanischen Songschreiber und Multi-Instrumentalist Leon Russell, aufnehmen. Auf „The Union“ wird der Traum nun endlich Wirklichkeit. Die zwei musikalischen Schwergewichte verarbeiten eine Melange aus Blues, Country, Soul, Gospel und Rock’n’Roll zu einer kräftigen Brühe, die im Pop-Hexenkessel sanft vor sich hin köchelt. Die Texte hat wieder Eltons langjähriger Gefährte Bernie Taupin verfasst. Die starke und kantige Produktion stammt vom alten Hasen T-Bone Burnett.

JOE McELDERRY, Wide Awake
(Sony)Der 19-jährige Joe McElderry hat Ende 2009 die sechste Staffel des britischen Talentwettbewerbs „X-Factor“ gewonnen. Um anfänglichen Spekulationen den Boden zu entziehen, hat er sich im letzten Sommer als schwul geoutet. Auf seinem Debüt „Wide Awake“ präsentiert sich der Noch-Teenager als eine sehr schüchterne Ausgabe vom Kollegen Mika. Joe hat offenbar wenig übrig für überladene Gesten, ausgefallene Kostüme und einen dramatisch überdrehten Gesang. Er ist nur ein netter junger Mann mit einer ganz netten Stimme und netten Melodien. Ein knuddeliger Star zum Anfassen.

CHERYL COLE, Messy Little Raindrops
(Polydor)Auch Pop-Stars leiden. Für Cheryl Cole, britische Sängerin und Jurorin bei X-Factor (UK), kam dieses Jahr zuerst die Scheidung von ihrem untreuen Ehemann, dem Chelsea-Kicker Ashley Cole. Dann im Sommer wurde ihr noch Malaria diagnostiziert. Trotz der schlimmen Rückschläge steht Cheryl wie eine Königin schnell wieder auf und stürzt sich kopfüber in die Arbeit. „Messy Little Raindrops“ ist ihr zweites Solo-Album nach dem Abenteuer mit Girls Aloud. In den zwölf Songs balanciert Cheryl lässig zwischen Euro-Pop à la Kylie, R&B à la Leona Lewis und Dance à la Black Eyed Peas.

RIHANNA, Loud
(Def Jam / Universal)Noch vor einem Jahr wurde R&B-Sternchen Rihanna von ihrem damaligen Freund, dem R&B-Sänger Chris Brown, ziemlich schlimm zugerichtet. Die Bilder von Rihannas geschwollenem Gesicht und blutiger Lippe gingen um die Welt. Auf dem „Rated R“-Album wurde das Prügel-Drama mit einer ganz düsteren Klangkulisse inszeniert. 2010 hat das barbadische Ausnahmetalent wieder Spass am Leben. Mit „Loud“ haut sie richtig auf die Pauke. Die schnellen Dance-Pop-Nummern und tanzbaren Club-Songs schreien nur nach Party. RiRis Fans haben einen guten Grund, die Hände in die Luft zu werfen.

SWEDISH HOUSE MAFIA, Until One
(EMI)MAGNETIC MAN, Magnetic Man
(Sony)Zwei prominenten DJ-Trios starten eine Attacke auf die Dance-Charts. Die schwedischen Star-DJs Axwell, Steve Angello und Sebastian Ingrosso sind zum ersten Mal auf einem Album vereint. Mit ihrem Projekt Swedish House Mafia schreiben sie ein ganz spannendes Kapitel in der Geschichte der House-Musik. Die Kompilation „Until One“ umfasst 24 heisse Tracks im praktischen Non-Stop-Mix. Hinter dem Pseudonym „Magnetic Man“ stecken die britischen Dubstep-Pioniere Benga, Skream und Artwork. Die DJ-Supergruppe verkuppelt geschickt bassverliebte Clubbeats mit Mainstream-Pop. Ihr gleichnamiges Debüt ist eine echt starke Leistung.
