Christoph Matti, Schauspieler aus Zürich zu Gast in Bern.
Am 5. Jänner 2011 ab 19.30 Uhr ist Christoph Matti Gast in der Villa Stucki beim «Kamingespräch»“ der HAB. Der Schauspieler trägt arrangierte Texte von Amal Chaoui vor - leidenschaftlich und revolutionär!
Christoph hat in den 90-er Jahren in Berlin die Schauspielschule besucht und ist heute einer der bekanntesten schwulen Theatermacher. Dass er homosexuell ist und alles dafür tut, um auch Lesben und Schwule auf den Brettern der Welt zu thematisieren, zeigt er in der Villa Stucki am 5. Januar im Rahmen der „Kamingespräche“, organisiert von der HAB. Er liest arrangierte, zusammen gestellte Texte von Amal Chaoui.„Auch Lesben sind am Anlass willkommen, denn als Schwuler Heterorollen zu spielen ist keine grosse Herausforderung. Männer sind Männer. So ist mir das Mannsein nicht fremd. Im wirklichen Leben sind wir Schwulen tendenziell differenzierter und feinfühliger als die meisten Heten.“
Auf die Frage, warum es in in der Schweiz ausser Queer as Folk und LWord nur im Rahmen privater Anlässe möglich ist, schwules Theater oder schwule Filme zu geniessen, meint Christoph Matti überzeugt: „Hierzulande hat es für mich sicher damit zu tun, dass wir Homosexuellen es verpasst haben, uns als Gay Community zu sehen und unsere ureigenen Anliegen, abgekoppelt von den heterosexuell politischen, kulturellen und privat aufgezwungenen Anlässen entsprechend zu leben. Wir passen uns den Heten leider zu sehr an. Ich als Schauspieler muss das ändern. Es braucht ein Umdenken: Raus aus der Bequemlichkeit – rein in unser eigenes Leben! Dann, wird es auch mehr Stücke für Schwule und Lesben geben in der Schweiz, mit einer ganz anderen Selbstverständlichkeit.“
Freuen wir uns auf unsere ureigenen Texte, arrangiert von Amal Chaoui und vorgetragen von Christoph Matti.
