gaybern.ch | ha-bern.ch | 3gang.ch | cominginn.ch
gaybern.ch - lesbischwules portal für bern der hab
Filmtipps

Les amours imaginaires

Les amours imaginaires

Im Januar kommt der neue Film vom schwulen Regisseur Xavier Dolan in die Schweizer Kinos. «Les amours imaginaires» erzählt die Dreiecksgeschichte von Marie, ihrem schwulen besten Freund und dem schönen Nicolas.

Dieser Junge hat alles: Schauspieler mit sechs, mit achtzehn der erste Langfilm («J’ai tué ma mère», 2009) fertig, mit einundzwanzig läuft sein Zweiter als «un certain regard» in Cannes. Wurde es Xavier Dolan in die Wiege gelegt? Vielleicht. Aber der Film ist so gut, dass auch der Neider nicht drum herum kommt zuzugeben: echtes Talent; Genieverdacht sogar.

Xavier Dolan, 20 Jahre alt, ist nicht nur der Regisseur von «Les amours imaginaires», er spielt auch eine der Hauptrollen, hat das Drehbuch geschrieben, den Film mitproduziert und geschnitten und auch bei der Auswahl der Deko und der Kostüme seine Hand im Spiel.

Der Film erzählt eine Drei­ecks­geschichte zwischen Marie (Monia Chokri) ihrem schwulen besten Freund Fancis (Xavier Dolan) und dem schönen Nicolas (Niels Schneider) in den sich beide verlieben. Nicolas geniesst es, umschwärmt zu werden, und lässt nicht durchblicken, ob er womöglich die Gefühle erwidert, und wenn ja, wessen Gefühle. Er zieht es vor, mit beiden Anwärtern in einer Dreierkonstellation um die Häuser zu ziehen. Das alles kann natürlich nur eine gewisse Weile lang gutgehen …

Der Film ist amüsant und traurig, kitschig und pathetisch, genau das, was junge Liebe ausmacht. Und wenn du noch nicht vergessen hast, wie das ist, wenn man jung und verliebt ist und noch nicht weiss, ob das Gegenüber die eigenen Gefühle erwidert, dann dürfte dir der Film gefallen.

Ab 13. Januar 2011 im Kino
Kommentare
Noch keine Kommentare... Sei Du der Erste!
Name
E-Mail *
Text
* Die E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht, muss aber angegeben werden.
Infos
Datum: 27.12.2010
Rubrik: Filmtipps
Autor: Guy Huracek
Facebook
Mehr Artikel
König der Comics
Rosa von Praunheim hat einen Dokumentarfilm über den schwulen Comiczeichner Ralf König gedreht. Am 24. April ist der Streifen bei UNCUT im Kino in der Reitschule zu sehen. Mehr
Ein Weekend voll Sex, Drogen, Reden und Lieben
UNCUT zeit am Dienstag, 13. Dezember «Weekend», der neu, viel gelobte Film vom britischen Regisseur Andrew Haigh. Mehr
Rosa Brille geht nach Brasilien
Am Queersicht Filmfestival hat der brasilianische Film «Eu não quero voltar sozinho» über einen verliebten blinden Schüler den Publikumspreis «Rosa Brille« gewonnen. Mehr