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CD-Tipp Mai 2011CD-Tipp Mai 2011

DJ Corey\'s CD Tipps für den Mai: Jennifer Lopez, Natalia Kiss, k.d.lang, Raphael Saadiq, Jamie Woon und Art Departement

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JENNIFER LOPEZ, Love?

(Island / Def Jam)

Jennifer Lopez steht für den Triumph des Mittelmasses. Eine mässig begabte Schauspielerin, passable Tänzerin, belanglose Sängerin und dubiose Mode-Designerin. Die Diva hat es aber immer gut verstanden, aus ihrem durchschnittlichen Talent grosses Kapital zu schlagen. Mit ihrem neuem Werk „Love?“ versucht J.Lo, nach mehreren Flops ihre Musikkarriere wieder in den Griff zu bekommen. „Love?“ wiederholt akribisch die Erfolgsformel ihres Debütalbums „On The 6“ von 1999, d. h. Euro-Dance trifft auf R&B, Hip-Hop und Latino-Pop. Diesmal bekam La Lopez Hilfe auch von Lady Gaga. Wenn das kein Hit wird, müsste sie dann einen Besen fressen.


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NATALIA KILLS, Perfectionist

(Interscope)

Natalia Kills wurde von Will.I.Am (Black Eyed Peas) entdeckt, der ihr gleich einen Plattendeal bei Lady Gagas Label Interscope verschaffte. In den Medien wird die amerikanische Newcomerin schon jetzt als die neue Lady Gaga gefeiert. Wie Frau Germanotta schreibt die 25-jährige Sängerin ihre Songs selbst. Als Vorbilder nennt Natalia zwar Depeche Mode und Kate Bush, bei der musikalischen Umsetzung liess sie sich aber eindeutig von aktuellen Grössen wie Lady Gaga, Rihanna, Britney und Kesha stimulieren. Wer Elektrobeats, schwere Soundeffekte und Autotune-Gesang mag, liegt hier ganz richtig.


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k.d. lang and the Siss Boom Bang, Sing It Loud

(Nonesuch Records / WEA)

Auf ihren letzten Studioalben profilierte sich k.d. lang als feinfühlige Interpretin und reife Singersongwriterin. Vor dem Start ihrer Solokarriere war die Kanadierin allerdings die Frontdame der Country-Band The Reclines. 2011 ist sie neu die Leadsängerin der Gruppe Siss Boom Bang. Das in Nashville live eingespielte „Sing It Loud“ vermittelt den Eindruck, welchen Spass Studioaufnahmen bereiten können, wenn die richtigen Musiker dabei sind. Mit der Siss Boom Bang wendet sich k.d. lang endlich ihren Country-Wurzeln zu und verblüfft mit einer fulminanten Rückkehr zur alten Form.


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RAPHAEL SAADIQ, Stone Rollin’

(Columbia / Sony Music)

Als Sänger von Tony! Toni! Toné! und Lucy Pearl sowie mit Produktionen für D’Angelo und Joss Stone hat Raphael Saadiq die Neo-Soul-Szene der letzten zwei Dekaden entschieden mitgeprägt. Schon mit dem Solowerk „The Way I See It“ (2008) liess er die guten alten Zeiten des Motown-Soul aufleben. Leider haben nur andere (Cee-Lo Green, Aloe Blacc, und noch schlimmer Phil Collins) die Lorbeeren geerntet. „Stone Rollin’“ ist wieder ein wunderbares Stück „Vintage Soul“, das zusätzlich dem Blues und Rock’n’Roll des Atlantic-Labels (Ray Charles, Aretha Franklin) seine Reverenz erweist. Hoffentlich werden Raphaels Verdienste um die Rettung des Soul nun auch vom grossen Publikum anerkannt.


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JAMIE WOON, Mirrorwriting

(Polydor)

ART DEPARTMENT, The Drawing Board

(Crosstown Rebel/!K7/Alive)

Die zwei folgenden Alben mögen vielleicht nicht die musikalische Revolution ausrufen, die ihnen in gewissen Medien prophezeit wird. Aber sie geben den Genres Soul und House den richtigen Kick in einen neuen Frühling. Dem 28-jährigen Briten Jamie Woon gelingen der Abbau und die Neuformulierung des modernen und urbanen Pop. Mit „Mirrorwriting“ findet er eine würdige Nische zwischen Jamie Lidell, James Blake und Craig David. Art Department, ein kanadisches Duo um House-Papst Kenny Glasgow, definiert die Regeln der House-Musik neu. Das Debüt „The Drawing Board“ ist ein Manifest der Underground-Tanzkultur.

CD-Tipps von DJ Corey jeden 1. Sonntag im Monat, 19 Uhr im gayRadio auf Radio Rabe oder www.gayradio.ch
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Infos
Datum: 14.05.2011
Rubrik: gayRadio
Autor: DJ Corey
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