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GayIcon: Lady Gaga – Born this gayGayIcon: Lady Gaga – Born this gay

Wie ein Komet, kommt auch ein Popstar wie Lady Gaga, nur einmal pro Generation, und erleuchtet die zeitgenössische Popkultur. Sie bringt die Welt zum Staunen – ganz besonders junge Gays. In diesem Monat leuchtet der Komet Gaga noch heller. Nach dem ihre Schwulen-Hymne «Born this way» an die Spitzen der Charts stürmte kommt endlich ihr neues Album in die Läden.

Es sind erst drei Jahre her, als das erste Lady Gaga Album «The Fame» erschien. Das hier eine Popsensation ihren Anfang nahm, ahnen noch keiner, ausser Stefani Germanotta. Die Italo-Amerikanerin aus New York hatte sich gut Vorbereitet auf ihr Popstar-Dasein. Sie absolvierte eine solide Ausbildung als Musikerin, hat Erfahrungen gesammelt im Übungsraum, auf der Bühne und im Studio. Sie befasste sich mit Kunst und Mode, mit den neuen Medien und suchte ihren Künstlernamen. Als Lady Gaga erfunden war und das erste Album im Studio fertiggestellt, konnte der Komet starten. Lady Gaga musste aber harte Popstar-Arbeit leisten. Auftritte in zweitklassigen Fernsehsendungen, in Einkaufszentren, in Clubs und vor den Kameras der Paparazzis. Keiner scheint sich vorerst für sie zu interessieren. Erst die zweite Single «Poker Face» brachte den Durchbruch. Plötzlich sprach jeder über dies junge Frau. Sie zeigte, dass sie keine Marionette ist, sondern eine Frau mit originellen und modernen Ideen. Sie hielt sich auch nicht zurück mit der eigenen Meinung. Sagte, sie sei als Freak beschimpft worden, sie gehöre zu den Aussenseitern und wolle es jetzt allen zeigen. Lady Gaga ist kein hübsches Popsternchen das nur sexy ist. Mit ihren schrägen Outfits will sie ihre Aussenseiterrolle unterstreichen. Sie zeigt sich mit allen solidarisch die unterdrückt und ungerecht behandelt werden und nennt ihre Fans liebevoll «Little Monsters». Und jeder missverstanden Teenager – und das sind eigentlich alle Teenager – bewundern sie dafür, besonders die jungen Schwulen. Das Lady Gaga den Schwulen gefällt ist nicht überraschend. Jede Frau die sich anzieht wie eine Dragqueen, stark und unabhängig ist und Musik macht die prima in die Disco passt, hat die Gay-Community im Sack. Das hat schon bei Madonna funktioniert vor 25 Jahren und funktioniert auch heute wieder. Aber Lady Gaga geht noch weiter. Sie betont ständig, wie sehr sie ihre Gay-Fans liebt, es muss wahr sein! Sie setzt sich auch politisch ein, zum Bespiel gegen die diskriminierende Haltung des US-Militärs gegenüber Schwulen und Lesben. Ihre Single «Born This Way» ist wieder eine klare Botschaft. «Born This Way» war auch eine Schlagwort der Schwulenbewegung in den 70er Jahren. Damit wollte man ausdrücken, dass man zwar anders aber trotzdem natürlich ist. So sieht sich auch Lady Gaga und viele, viele Fans auf der ganzen Welt. Dieses Engagement für die Aussenseiter wird ihr auch vorgeworfen. Es sein nur eine Masche. Klar ist es berechnend, denn Lady Gaga weiss was sie tut. Das heisst aber nicht, dass es ihr nicht auch tatsächlich ein Anliegen ist. Denn, mit dieser klarer Haltung für die Gays, gewinnt sie nicht nur Fans, sondern verliert auch. Ihre Künstlichkeit, die sie in den Videos zeigt, schreckt viele ab. Die Musik ist elektronisch, kühl und sehr modisch. Aber wenn man sie live erlebt, angezogen wie eine Ausserirdische und dann doch aus vollem Herzen singt, dann glaubt man ihr. Lady Gaga gilt zurecht als neue Gay-Ikone.
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Infos
Datum: 29.05.2011
Autor: Ludwig Zeller
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