Anneke Scholtens «Abel»
In schnörkelloser Manier wird eine enge Jugendfreundschaft in Erinnerung gerufen. Der Tod des einen ruft das Vergangene noch einmal wach.
Eigentlich möchte Bart mit seiner neuen Freundin Roos eine ungezwungene Woche im leeren Haus seiner Eltern verbringen.Da erhält er die Nachricht vom Unfalltod seines Jugendfreundes Abel. Die zwei Jungen haben einander viel bedeutet, aber Abels Wünsche und Sehnsüchte sind weiter gegangen als jene Barts.
Wie war das eigentlich damals? An der Trauerfeier taucht Bart noch einmal ein in die Zeit seiner Jugend ein. Er begegnet Abels Eltern und den gemeinsamen Klassenkameraden wieder.
In Rückschau auf Erlebnisse und Dialoge zwischen den beiden Jungen und Abels Eltern erfahren wir mehr über Sehnsucht und Ernüchterung, Liebe und Verrat.
Scholtens gelingt es, diese zerbrechliche Freundschaft in nüchternen Bildern wachzurufen. Die Probleme und Verletzungen, die dabei angesprochen werden, kennen wir alle.
Walter Salvisberg
Anneke Scholtens »Abel»
Roman
Männerschwarm Verlag, Hamburg 2010
137 Seiten
