gaybern.ch | ha-bern.ch | 3gang.ch | cominginn.ch
gaybern.ch - lesbischwules portal für bern der hab
Buchtipps Schwubliothek

Anneke Scholtens «Abel»Anneke Scholtens «Abel»

In schnörkelloser Manier wird eine enge Jugendfreundschaft in Erinnerung gerufen. Der Tod des einen ruft das Vergangene noch einmal wach.

Eigentlich möchte Bart mit seiner neuen Freundin Roos eine ungezwungene Woche im leeren Haus seiner Eltern verbringen.
Da erhält er die Nachricht vom Unfalltod seines Jugendfreundes Abel. Die zwei Jungen haben einander viel bedeutet, aber Abels Wünsche und Sehnsüchte sind weiter gegangen als jene Barts.
Wie war das eigentlich damals? An der Trauerfeier taucht Bart noch einmal ein in die Zeit seiner Jugend ein. Er begegnet Abels Eltern und den gemeinsamen Klassenkameraden wieder.
In Rückschau auf Erlebnisse und Dialoge zwischen den beiden Jungen und Abels Eltern erfahren wir mehr über Sehnsucht und Ernüchterung, Liebe und Verrat.

Scholtens gelingt es, diese zerbrechliche Freundschaft in nüchternen Bildern wachzurufen. Die Probleme und Verletzungen, die dabei angesprochen werden, kennen wir alle.

Walter Salvisberg

Anneke Scholtens »Abel»
Roman
Männerschwarm Verlag, Hamburg 2010
137 Seiten

Kommentare
Noch keine Kommentare... Sei Du der Erste!
Name
E-Mail *
Text
* Die E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht, muss aber angegeben werden.
Infos
Datum: 27.09.2011
Autor: Schwubliothek
Facebook
Mehr Artikel
Andrew Hollerans «Tänzer der Nacht»
In der unbescheiden betitelten Reihe «Die Besten» präsentiert der Bruno Gmünder Verlag sechs Romane in farbenfrohen Neuausgaben. Andrew Hollerans «Tänzer der Nacht» ist eines dieser Bücher: Ein Klassiker über die New Yorker Schwulenszene der 1970er Jahre. Mehr
Tony Duvert «Als Jonathan starb»
Joachim Bartholomae hat «Als Jonathan starb», den Roman von Tony Duber über eine pädophile Liebe aus dem Französischen neu übersetzt und teilweise neu redigiert. Der Roman war bereits 1978 ein Skandal und man kann sich fragen, ob er 2011 weniger skandalös ist. Mehr
Sonja Heiss «Das Glück geht aus»
«Das Glück geht aus» ist das erste Buch von Sonja Heiss, einer jungen Filmemacherin aus Berlin. Ihr Film «Hotel Very Welcome» wurde vielfach ausgezeichnet, lief auf der Berlinale und im Kino. In zehn Kurzgeschichten schreibt sie über Frauen um die 30 Jahre, die meist schwierige Beziehungen mit ihrem Vater, ihrer Lebenspartnerin, ihrem Ehemann, ihren Kindern, Grosseltern, Jesus oder Probleme mit sich selbst haben. Mehr