GayIcon: Dolly Parton – Queen of Country Music
Im Januar wurde Dolly Parton 65 jährig und kann auf eine Karriere von über fünf Dekaden zurück blicken. Dolly wurde vom Liebling der Country-Szene zu einer Ikone der Pop-Kultur. Sie schrieb zahlreiche Hits wie z.B. «I will always Love You», «9 to 5» oder «Jolene», spielte in Filmen mit, schrieb Bücher, hat einen Vergnügungspark namens «Dollywood» und eine eigene Perückenkollektion. Schwule lieben Dolly und sie liebt sie zurück.
«Es braucht viel Geld um so billig auszusehen wie ich» scherzt Dolly Parton gerne. Ihr Cartoon-ähnliches Image wurde zu einem universellen Archetyp, der bekannter ist als ihr tatsächlicher Beruf der Sängerin und Songwriterin. Inzwischen hat man erkannt, dass hinter der trashigen Fassade eine grossartige Komponistin und berührende Sängerin steckt. «Ich hoffe die Leute haben realisiert, dass unter meinen Haaren ein Hirn und hinter meinen Brüsten ein Herz ist.»Kindheit in ärmlichen Verhältnissen
Aufgewachsen ist Dolly in einer armen, grossen Familie in einer ländlichen, christlichen Gemeinde von Tennessee. Aber sie war anders als die anderen und fühlte sich wie eine Aussenseiterin. Als sie zum erstenmal in einer grossen Stadt war, sah sie eine Prostituierte und war fasziniert von ihrem Styling. So wollte sie auch aussehen, lange, rote Fingernägel, grosse Brüste und grosses Haar! Für das Mädchen vom Lande war das der Look der grossen weiten Welt. Sie nennt ihren Look augenzwinkernd Hinterwäldler-Barbie. «Es ist gut, dass ich als Mädchen auf die Welt gekommen bin, andernfalls wäre ich eine Drag Queen geworden».
Mit 18 Jahren verliesse sie ihr Zuhause und ging nach Nashville um Karriere als Sängerin und Songwriterin zu machen. Ihre erste Single hiess «Dumb Blonde» und brachte sie in die erfolgreichen TV-Show von Porter Wagoner, der sie förderte. Zusammen nahmen sie einige Duette auf, bis sie sich im Streit von ihm löste und eine Solo-Karriere startet.
Die grossen Erfolge
Dolly und die Gays
Dolly hat ein spezielles Verhältnis zu ihren Gay-Fans, was ungewöhnlich ist für ein Country-Star aus dem Bibel-Belt von Amerika. «Einige meiner grössten Fans und liebsten Freunde sind schwul oder lesbisch. Ich glaube, einer der Gründe, wieso mich die Gay-Community aufgenommen hat ist, dass ich mich wohl fühle, so wie ich bin. Ich wurde mein Leben lang verurteilt und lächerlich gemacht dafür wie ich aussehe und bin. Vorallem in den frühen Jahren. Ich musste das überwinden, und zu mir stehen. Den ersten Schwulen den ich kennen lernte war mein Manager Sandy. Durch ihn und seine Freunde lernte ich viel über die Gay-Community. Für mich war das ganz natürlich.»* Ihre Unterstützung für die Gay-Community machten Dolly bei den als schwulenfeindlich geltenden Traditionalisten in der Country-Szene nicht grad beliebter. «Ich wurde boykottiert und erhielt sogar Todesdrohungen! Was mich wütend macht sind diese sogenannten Christen die den Bibelspruch «Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet!» vergessen haben. Ich komme aus dem Bibelbelt, stamme von Leuten ab für die Homosexualität eine Sünde ist. Aber für mich ist eine Sünde, wenn man über andere urteilt. Ich will nicht verurteilen. Ich liebe einfach, also liebt auch mich». Ja, Dolly, wir lieben Dich!
