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Mousse des Monats

Rae Spoon – Jäger und GejagterRae Spoon – Jäger und Gejagter

Der Transgender Singer-Songwriter Rae Spoon aus Kanada kommt am 21. November für ein Konzert in den Frauenraum der Reitschule. Mit im Gepäck hat er sein neustes, bisher tanzbarstes Album «Love Is A Hunter». Bei einem längeren Aufenthalt in Europa entdeckte er die Euro-Dance Szene und lässt die elektronische Musik auch in seinen Folk-Pop einfliessen.

1980 wurde Rae Spoon in Cargary, Kanada geboren – als Mädchen. 20 Jahre später war ihr klar, dass sie im falschen Körper geboren wurde und eigentlich ein Mann ist – und ein Countrysänger! Sie nahm ihre Gitarre und ihr Banjo und tourte als erster transgender Countrysänger durch Kanada, Europa, Australien und die USA und nahm dazwischen verschiedene Platten auf. Das 6. Album von 2008 «Superioryouareinferior» brachte Rae Spoon einen Listenplatz beim renommierten Polaris Music Prize ein.

Über all die Jahre wechselten die Instrumente von Banjo über Akustik- zu E-Gitarre, die Musik von Cowboy-Folk mit Punk-Attitüde zu moderner Folktronica. Sein neustes Album heisst «Love Is A Hunter» (2010) und ist Spoons bisher tanzbarstes Album. Bei einem längeren Aufenthalt in Europa entdeckte er die Euro-Dance Szene und lässt die elektronische Musik auch in seinen Folk-Pop einfliessen. In seinen Texten macht er klar, dass er gleichzeitig Jäger und Gejagter ist. Er erkundet seine Identität, mit all ihren Widersprüchen und Sehnsüchten, untersucht die unterschiedlichsten Facetten von Liebe und denkt über seine Zugehörigkeit als Transgender Person in der Gesellschaft nach. «Aus irgendeinem Grund merkte ich, dass ich jetzt, mit Ende Zwanzig, gewisse Sachen über Beziehungen herausgefunden habe. Ich finde, dass das Sozialkonstrukt von Beziehungen interessant ist, besonders wie man nur die Person lieben soll, mit der man in einer romantischen Beziehung steht.»

«Love is a hunter» hat Spoon zusammen mit der Produzentin Lorrie Matheson in Calgary aufgenommen und ist sein bisher poppigstes Album, aber auch das intimstes und persönlichstes obwohl die Text absichtlich unspezifisch sind. «Ich bin zwar ehrlich, aber ich fühle mich dadurch nicht angreifbar», sagt er, «das ist das Gute an der Popmusik. Das ist auch der Grund wieso die Leute das mögen, weil sie sich damit identifizieren können.» Jetzt ist er mit seinem neuen Album auf Tour und kommt am 21. November nach Bern!

Rea Spoon am Montag, 21. November im Frauenraum Reitschule um19.30 Uhr. www.frauenraum.ch
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Infos
Datum: 01.11.2011
Autor: Ludwig Zeller
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