CD-Tipps November 2011
DJ Coreys CD Tipps für den November: Darren Hayes, Sneaky Sound System, Sound of Arrows, Indigo Girls, Kele, Peter Stump

SNEAKY SOUND SYSTEM
From Here To Anywhere (Modular)Multiinstrumentalist Black Angus und Sängerin Connie Mitchell bilden Sneaky Sound System. Das Duo aus Sydney geniesst in seiner Heimat mittlerweile Superstarstatus, hierzulande sind SSS noch ein Geheimtipp. Hoffentlich nicht mehr lange. Während der gesamten Laufzeit des neuen Albums gehen Connies leidenschaftlicher Gesang und Blacks Talent für stimmige Refrains eine perfekte Symbiose ein. Song für Song nehmen sie den Zuhörer auf eine glitzernde Reise durch House, Disco und Synthie-Pop. „From Here To Anywhere“ ist purer Dance-Pop mit Herz, Seele, Hirn und Leber.

SOUND OF ARROWS
Voyage (Skies Above)Das schwedische Duo Sound Of Arrows besteht aus Sänger Stefan Storm und Filmmacher Oskar Gullstrandund. Nach diversen Remix-Aufträgen für namhafte Künstler wie Lady Gaga und Natalia Kills ist ihr längst überfälliges Debütalbum „Voyage“ endlich im Kasten. Ein wahrer Genuss für Fans der warmen Musikklänge des Dream Pop im Stil von MGMT und Empire Of The Sun. Mit ihrem hypnotisierenden Breitband-Pop umarmen Sound Of Arrows die glamouröse bis kitschige Phase anderer illuster Pop-Duos wie die Pet Shop Boys. In ihren beeindruckenden Videos legt ihr Gay-Faktor noch um einige Prozente zu.

DARREN HAYES
Secret Codes And Battleships (Powdered Sugar)Die schwule Hälfte von Savage Garden, einem der erfolgreichsten Duos aller Zeiten, meldet sich nach vierjähriger Pause zurück. Auf seinem fünften Soloalbum „Secret Codes And Battleships“ bleibt Darren Hayes seinen Pop-Wurzeln grundsätzlich treu, auch wenn er hier und da ernstere Themen streift als das übliche Party-Gerede. Als Produzenten verpflichtete der australische Sänger einerseits Maestro Walter Afanasieff, der schon bei Savage Garden für die Hochhaltung der Pop-Tradition sorgte, und andererseits den Schweden Carl Falk, der den Songs einen modernen Anstrich verpasst.

INDIGO GIRLS
Beauty Queen Sister (IG Recordings / Vanguard Records)In ihrer überzwanzigjährigen Karriere haben Indigo Girls Millionen von Alben abgesetzt, diverse Grammy-Auszeichnungen gewonnen und ausverkaufte Tourneen absolviert. Für ihr vierzehntes Album kommen Amy Ray und Emily Saliers wieder mit Produzenten Peter Collins zusammen, ihrem treuen Begleiter während ihrer grössten Erfolgsjahre. Auf „Beauty Queen Sister“ findet das Lesben-Duo endlich seinen Weg nach Nashville. Die eingängigen Country-Folk-Melodien, der unvergleichliche Harmoniegesang und die engagierten Texte machen das Album zu einem wahren Hörvergnügen.

KELE
The Hunter (Wichita Recordings)PETER STUMP
Soul Punk (Def Jam Music Group)Bereits auf seinem ersten Solo-Album „The Boxer“ fand der frisch geoutete Kele Gefallen an tanzbarem Clubsound. Mit der EP „The Hunter“ taucht der Ex-Frontmann von Bloc Party weiter in die Welt der elektronischen Musik ein und kombiniert kühn Eurodance mit Dubstep. Peter Stump, Gitarrist von Fall Out Boy – einer US-Band, die sich immerhin für die Homo-Ehe einsetzte –, hat auf seinem ersten Solo-Album jeden Song geschrieben, jedes Instrument gespielt und die ganze Produktionsarbeit übernommen. „Soul Punk“ ist eine mutige Auffrischung des R&B aus den 80er-Jahren, die an Justin Timberlake, Maroon 5 und ein wenig auch an Michael Jackson erinnert.
