CD-Tipps Dezember 2011
DJ Coreys CD Tipps für den Dezember: Dusty Springfield, Lady Gaga, Adele, Buika, Rihanna und Kate Bush

DUSTY SPRINGFIELD
Goin’ Back: The Definitive Dusty Springfield (Universal)Diese üppige Box mit 4 CDs, 3 DVDs und 2 kleinen Büchern zelebriert das musikalische Vermächtnis der 1999 verstorbenen Dusty Springfield, nach Elton John «die grösste weisse Sängerin, die es je gab». Die CDs sind in vier Themen aufgeteilt: Hits, Raritäten, Radioaufzeichnungen bei der BBC und Live- und Bühnenaufnahmen. Die DVDs enthalten die schönsten Fernseh-Auftritte und zum Teil rare Videos. «Goin’ Back» setzt der Dame mit der Bienenkorbfrisur ein würdiges Denkmal und vermittelt ein vollständiges Bild dieser sensiblen, geheimnisvollen, lustigen und höchst talentierten Künstlerin.

LADY GAGA
Born This Way Remix (Interscope)ADELE
Live At The Royal Albert Hall (XL Recordings)So verschieden und doch so erfolgreich. Lady Gaga und Adele sind definitiv die kommerziellen Abräumerinnen des Popjahres 2011. Weil gleich Weihnachten ist, haben sich beide etwas Besonderes für ihre Fans einfallen lassen. Auf «Born This Way Remix» haben sich verschiedene namhafte Club-Künstler der 14 Songs aus Gagas Hit-Album angenommen und diese auf ihrer eigenen Art veredelt. Adeles DVD mit Bonus-CD ist ein Live-Mitschnitt des Konzerts vom letzten 22. September in der Londoner Royal Albert Hall. Die 21-jährige Adele begeistert als feinfühlige Soul-Diva mit Gänsehaut-Garantie.

BUIKA
En Mi Piel (Warner Music Spain)Die in Palma de Mallorca geborene Concha Buika gilt als eine der grössten Sensationen der World-Music-Szene. Ihre eigenwillige Mischung aus Flamenco, Soul, Jazz und Funk verleiht ihren Songs südländische Leichtigkeit und Schwermut zugleich. Nachdem Buika den neuen Film des Spaniers Pedro Almodóvar «Die Haut, in der ich wohne» mit zwei tollen Songs verschönen durfte, legt sie mit «En Mi Piel» eine umfassende Rückschau auf ihr bisheriges musikalisches Schaffen vor. Eine gute Gelegenheit, das wunderbare Repertoire dieser feurigen bisexuellen Sängerin kennenzulernen.

RIHANNA
Talk That Talk (Def Jam)6 Alben in 7 Jahren. Rihannas Erfolg ist nicht mehr aufzuhalten. Die 23-jährige Pop-Künstlerin hätte es sich leicht machen können mit ihrem neusten Wurf. Aber «Talk That Talk» ist schlicht keine Fortsetzung des erfolgreichen «Loud» von 2010. Obwohl hier wieder ein Haufen Top-Produzenten am Werk war, kommt der letzte Output der omnipräsenten Sängerin nicht allzu voraussehbar daher, sondern lässt noch Raum für schrille Experimente («Cockiness (Love It)»). Und die anzüglichen und provozierenden Texte können sogar Pornostars zum Erröten bringen. Sex und Pop: das zieht immer.

KATE BUSH
50 Words For Snow (Fish People / EMI)Fräulein Kate hat ein feines Gespür für Schnee. Auf ihrem zweiten Album in diesem Jahr hat sie sich ganz der Magie der weissen Pracht gewidmet. Die Königin des Art Pop verwendet den Schnee als Metapher für Vergänglichkeit. Auf «Misty» träumt eine Frau von einer Liebesnacht mit einem Schneemann, um dann in einem pflotschnassen Bett zu erwachen. In «Wildman» treibt ein Yeti sein Unwesen. Und im Titelsong darf Schauspieler Stephen Fry 50 Worten für Schnee rezitieren. Mit 7 episch langen Songs fördert Miss Bush die dunklen und mystischen Aspekte des Winters zutage. Und doch wird einem kuschelig-warm.
