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Ursli und Toni Pfister in «Servus Peter – Oh là là Mireille»

Ursli und Toni Pfister in «Servus Peter – Oh là là Mireille»

Als die Geschwister Pfister ihr neues Programm «Servus Peter – Oh là là Mireille» letzten September im Theater am Käfigturm zeigten, waren die Vorstellungen rasch ausverkauft. Jetzt kommen sie nochmals nach Bern, nach Biel und nach Thun für alle die sie verpasst haben oder sie noch einmal sehen möchten. Sie nehmen das Publikum mit auf eine Reise in die Welt der 70er-Jahre Fersehshows als Peter Alexander und Mireille Mathieu die grossen Stars waren. Ein Interview.

Als die Show-Gruppe Geschwister Pfister 1991 von ehemaligen Schüler des Berner Konservatorium für Musik und Theater gegründet wurde, war es noch vier, heute sind es nur noch zwei: der exaltierte Ursli und der ruhige Toni Pfister. Hinter Ursli steckt der Berner Christoph Matti und der Toni wird von Tobias Bonn, aus Bonn gespielt. Zusammen wohnen sie in Berlin. Als wir sie für ein Interview anfragten, waren sie grad in Texas. «Der Trip nach Texas ist eine Reise in meine eigene Vergangenheit, hier bin ich vor dreissig Jahren als Austauschschüler zur High School gegangen. Dass ich eines Tages mit meinem Mann hierher zurückkehren würde, hätte ich damals nicht für möglich gehalten.» sagte uns Christoph. Er und Tobias sind seit einem viertel Jahrhundert (!) ein Paar und haben erst kürzlich den 10. Hochzeitstag gefeiert, allerdings sehr bescheiden. «Kaffe und Kuchen, ein paar Freunde, mehr nicht. Wir mögen es gern schlicht und betreiben keinen grossen Aufwand, wenn es nicht unbedingt sein muss.» Bei ihren Show allerdings scheuen sie keinen Aufwand. Die Rollen sind perfekt einstudiert, die Lieder sorgfältig auswählt, Kostüme und Make-Up vom Feinsten und begleitet vom grossartigen Jo Roloff Trio.

Artikelbild Zur Zeit sind die Beiden mit ihrem neuen Programm «Servus Peter, Oh la la Mireille» unterwegs und kommen im Oktober nach Bern ins Theater am Käfigturm. In ihrer neue Show reisen sie mit dem Publikum zurück die 70er Jahr – das goldene Zeitalter der grossen Samstagabend Fersehshows.

In dieser Zeit seid ihr aufgewachsen. Wie habt ihr diese Fernsehshows als Kind erlebt?
Wir sassen alle zusammen frisch gebadet mit belegten Brötchen und der Grossmutter vor dem Fernseher und durften für Shows wie «Am laufenden Band» oder «Teleboy» extra lange aufbleiben. Diese Zeit der Familienabende vor dem Fernseher ist für immer vorbei, sie kommt nie mehr wieder.

Wie seht ihr diese Shows von damals aus heutiger Sicht, auch im Vergleich zum Fernsehprogramm heute?
Einerseits war die Fernsehlandschaft früher natürlich unglaublich bieder und brav. Andererseits wurden damals aber weder Kosten noch Mühen gescheut, um dem Zuschauer Qualität zu bieten. Peter Alexander hat mit seinen Gästen tagelang geprobt, so lange, bis alles sass. Vorbei...

Ihr spielt seit über 20 Jahren auf den Kleinbühnen und Theatern im deutschsprachigen Raum. Wieso eigentlich nicht auch Fernsehen?
Weil wir Fernsehen doof finden und wir dort nichts verloren haben. Unsere Figuren funktionieren am besten auf einer Bühne, vor Publikum.

In der neuen Show schlüpft ihr in die Rollen von Peter Alexander und Mireille Mathieu. Wie habt ihr euch darauf vorbereite?
Wir haben ihre Musik gehört, uns alte Filme und Fernseshows angeschaut und mehrere Biographien gelesen. Das Wichtigste ist aber die persönliche Erinnerung an diese Zeit und die damit verbundenen Gefühle.

Was ist für euch das besondere an Peter bzw. Miereille?
Sie sind beide so sauber und frisch. Peter Alexander ist ein Schwiegermuttertraum, ein Tausend­sassa, er kann einfach alles. Und Mireille? Sie ist ein strahlender Edelstein, der Chanel unter den Schlagerstars.

Noch ein Wort zu euren treuen Berner Fans – was fällt euch dazu ein?
Finger weg von Fans, das ist eine sehr zwiespältige Angelegenheit. Das Beste, was es darüber zu lesen gibt stammt aus der Feder von Stephen King und wurde unter dem Titel «Misery» mit Kathy Bates in der Hauptrolle verfilmt. Ein herzliches Dankeschön also an alle unsere treuen Berner Zuschauer, dieser Begriff ist uns lieber.

Habt ihr bezüglich eurer Karriere eine Vision? was machen die Geschwister Pfister im Jahr 2020?
Bis 2014 sind wir bereits ausgebucht. Wir würden gerne eines Tages wieder in die Schweiz ziehen und es etwas ruhiger nehmen. 2020 ist aber wohl noch zu früh dafür, das ist ja schon gleich.

(Foto: Edith Held / Fokke Hoekma)

Ursli und Toni Pfister in:
«Servus Peter – Oh là là Mireille»

mit dem Jo Roloff Trio.

Freitag, 11. Mai 2012
20.30 Uhr, THEATER PALACE, BIEL-BIENNE
Bar im Foyer & Abendkasse ab: 19.30 Uhr
Saalöffnung: 20.15 Uhr

Samstag, 12. Mai 2012
20.30 Uhr, SCHADAUSAAL KKTHUN, THUN
Bar im Foyer & Abendkasse ab: 19.30 Uhr
Saalöffnung: 20.15 Uhr

Vorverkauf Biel und Thun:
www.starticket.ch & Starticket Vorverkaufsstellen
Starticket Tel: 0900 325 325 (CHF 1.19 / min., Festnetztarif)

Vom 22. bis 26. Mai
20 Uhr, Theater am Käfigturm, Bern
Vorverkauf: 031 311 61 00, www.theater-am-kaefigturm.ch

Infos
Datum: 24.04.2012
Autor: Ludwig Zeller
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