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Sissy-Bounce-Queen Big Freedia in BernSissy-Bounce-Queen Big Freedia in Bern

Im Rahmen des Norient-Musik­filmfestivals anfangs Januar laden drei Events dazu ein, sich Gedanken über Queerness und Hiphop zu machen. Big Freedia, die schwule Sissy-Bounce-Queen aus New Orleans sorgt für Diskussionsstoff und fette Beats.

Kulturhungrige aufgepasst! Wenn euch beim Hetero-Hitparaden-Einheitsbrei und ewig-dumpfen Retorten-Musikvideos buchstäblich Hören und Sehen vergeht, dann solltet ihr euch die zweite Januarwoche im Kalender rot anstreichen. Vom 10. bis am 13. Januar lädt euch das «network for local and global sounds and media culture» zum vierten Norient Musikfilm-Festival ein, an welchem getanzt, gefeiert, gestaunt und einiges gelernt werden kann. Im Zentrum stehen acht Filme, deren breit gefächertes Themenangebot von Mardi Gras Indians in New Orleans über Blackmetal in Norwegen bis hin zu bulgarischer Rock’n’Roll-Romantik reicht. Fürs queere Publikum besonders interessant dürften der Freitag und der Samstag werden: Am Samstag gestattet der Film «Almost Famous» im Reitschulkino interessante Einblicke in die Welt von Big Freedia, dem momentan hellsten Stern am Sissy-Bounce-Himmel von New Orleans. Sissy Bounce, so heisst das queere Subgenre der «Bounce Music», einer  beat- und basslastigen Hip-Hop-Spielart aus New Orleans.

Dass während Freedias Shows und in ihren Videos nebst einigen wenigen Jungs  vor allem knapp bekleidete junge Frauen zu sehen sind, die zum Beat mit dem Hintern wackeln, scheint für die Rap-Queen kein Widerspruch zu sein. Die Strategie, Heteros durch sexy Tänzerinnen an Konzerte mit schwulem Inhalt zu locken, darf ruhig als kontrovers bezeichnet werden. Allerdings scheint Freedias Konzept gerade für Frauen gut aufzugehen, sind doch meist 60-70% ihres Publikums weiblich. Deutlich ist, dass die akustisch wie optisch lauten Auftritte von Freedia und Konsorten durch deren selbstbewusst zur Schau getragenes Schwulsein allerdings in einer stark heteronormativ geprägten Subkultur Boden für queere Künstler gutmacht. Immerhin hat sich die Genrebezeichnung «Sissy-Bounce» scheinbar in der Hiphop-Szene New Orleans durchgesetzt, erfreut sich bei vielen reger Beliebtheit und Popularität und markiert vor allem die Präsenz queerer Menschen im heteronormativ geprägten Musik-business. 

Wer sich nach dem Film dieser Welt noch etwas intensiver hingeben möchte, kann anschliessend im Bonsoir an der «Sissy Bounce Queer Rap Party!» Freedia-mässig kräftig abfeiern . Um sich vorher mit den nötigen Bounce-Skills auszurüsten, kann man sich am Freitagabend entsprechend auf das Ereignis einstimmen. Dann gibt sich die Sissy-Bounce-Queen Big Freedia nämlich persönlich die Ehre und lehrt Tanzwillige im Bonsoir die wichtigsten Tanzschritte, um an der Party mithalten zu können. Viel Vergnügen!

Freitag, 11.1.,18 Uhr, Club Bonsoir
Sissy Bounce Tanzkurs! 
Die Bounce Queen Big Freedia aus New Orleans lehrt Bernerinnen und Berner die wichtigsten Tanzschritte für diese wilde Musikform. «Shake your booty…!» 

 

Samstag 12.1., 22.30 Uhr, Kino Reitschule
«Almost Famous» 
Film von Renee Moncada-McElroy, USA, 2013. 60 min. Ein Sneak-Preview des Filmporträts über die Sissy-Bounce-Queen Big Freedia. 

Samstag, 12.1., 23.30 Uhr, Club Bonsoir
Big Freedia - Sissy Bounce Queer Party Party

 

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Infos
Datum: 27.12.2012
Autor: Yannick Walthert
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