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Filmtipps

«Moonlight» - das Meisterwerk von Barry Jenkins muss man gesehen haben

«Moonlight» - das Meisterwerk von Barry Jenkins muss man gesehen haben

«Meisterwerk!» riefen viele Filmkritiker als sie den Film «Moonlight» von Berry Jenkins sahen. Den Golden Globe für das beste Filmdrama hat er bereits gewonnen und welche der acht Oscar-Nominationen er gewinn, ist noch offen. Im Film begleiten wir den schwarzen Junge Chiron, der in üblen Verhältnissen aufwächst, auf dem Weg zu sich selbst. Eine berührende Coming-Out-Geschichte aus dem afroamerikanischen Kino, wie es sie noch nie gab. Am 9. März läuft der Film in den Schweizer Kinos.

«Moonlight» erzählt die berührende Geschichte des jungen Chiron, der in Miami fernab jeglichen Glamours aufwächst. Der Film ist in drei Kapitel gegliedert. Sie zeigen Chiron in seiner Kindheit, als Jungendlicher und als Erwachsener. Er entwickelt sich vom stillen, schmächtigen Junge, der in der Schule gemobbt wird, über den Teenage, der seine ersten homosexuellen Erfahrung sammelt und Liebe findet und dafür verprügelt wird, bis zum Erwachsenen, der aus dem Gefängnis entlassen wird, jetzt muskulös wie ein Gangster ist und seine alte Liebe wieder trifft.

Der Film basiert auf dem Theaterstück «In Moonlight Black Boys Look Blue» von Tarell Alvin McCraney. Der schwule Dramatiker ist mit dem Regisseur Berry Jenkins befreundet. Sie wuchsen beide in Miami unweit voneinander auf. Barry Jackson selber ist nicht schwul. «Ich hatte anfangs ein bisschen Angst, weil ich glaube, es gibt Geschichten, die nur aus der Perspektive der ersten Person erzählt werden können», erzählte er im Interview mit dem Magazin Vulture.

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Er habe zwar keine homosexuellen Erfahrungen, aber trotzdem konnte er sich mit vielen Aspekten von Chirons Charakters identifizieren. Wärend er das Drehbuch schrieb hat er sich oft mit dem Dramatiker Tarell Alvin McCraney unterhalten. «Ich erkannte durch diese Gespräche, dass ich Tarells Stimme bewahren und sie mit meiner Leidenschaft als empathischer Verbündeter für LGBTQ-Geschichten verschmelzen konnte.»

Der Film lief bereits an vielen Festivals, wo er schon einige Preise gewann und von den Filmkritikerinnen mit viel Lob überhäuft wurde. Das Wort «Meisterwerk» ist dabei nicht selten gefallen. Den Golden Globe für das Beste Filmdrame 2016 hat er auch im Sack und 8 Nominationen für den begehrtesten Filmpreis der Welt, dem Oscar, hat er auch. Ob er einen von dieses gewinnen wird, wissen wir am 26. Februar, wenn die Oscarverleihung stattfinden wird. Regisseur Barry Jenkins darf sich als erster aforamerikanischer Filmemacher über drei Nominierungen für die beste Regie, das beste Drehbuch und den besten Film im gleichen Jahrgang freuen. Jenkins, der sich zur Zeit mit seinem Film auf Europatournee befindet, zeigte sich nach Bekanntgabe der Nominierungen als «zutiefst gerührt» und sagte: «Ich teile gerade Chirons Geschichte auf einem anderen Kontinent mit Menschen anderen Ursprungs. Was die Nominierungen für mich verkörpern, ist eine Bestätigung dafür, dass Kino die Kraft hat, Grenzen zu überwinden und zu zeigen, was uns alle zu Menschen macht.»

«Moonlight» ab 9. März 2017 in den Schweizer Kinos

Trailer hier anschauen

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Infos
Datum: 31.12.2016
Rubrik: Filmtipps
Autor: Ludwig Zeller
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