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QUEERSICHT – Filme von und für LGBTI’s

QUEERSICHT – Filme von und für LGBTI’s

Mit dem Herbst kommt auch Queersicht. Das LGBTI-Filmfestival gehört zu den wichtigsten Ereignissen des Jahres in der Kulturagenda des queeren Bern. Gezeigt werden 34 Spielfilme und 27 Kurzfilme aus aller Welt und ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm.

Eröffnet wird das diesjährige Festival am Donnerstag, 2. November mit dem Film «Tom of Finland» von Regisseur Dome Karukoski. Der Biopic erzählt das bewegte Leben des finnischen Zeichners Touko Laaksonen, der unter dem Pseudonym Tom of Finland mit seinen homoerotischen Bildern die «Gay-Revolution» und die Ästhetik der Schwulen massgeblich beeinflusste.

Ein Programmschwerpunkt von Queersicht widmet sich dem Filmverleih «Edition Salzgeber». Gegründet wurde die Firma 1985 von Manfred Salzgeber aus Not. Niemand wollte «Buddy», den ersten Spielfilm über Aids, in die Kinos bringen. Also nahm Manfred Salzgeber es auf sich, den Film unter die Leute zu bringen. Inzwischen hat die Firma 600 Titel im Programm. Für Queersicht hat Salzgeber vier Filme ausgewählt, die im wichtig und nahe sind. An einen Bargespräch am Samstag, 4. November um 12 Uhr im Kino Rex wird er die Filme vorstellen. Gezeigt werden «Caravaggio» (1986) von Derek Jarman, «Mein wunderbares West-Berlin (2017) von Jochen Hick, «Paris Was a Woman» (1996) von Greta Schiller und «Westler» (1985) von Wieland Speck.

Auch eine exklusive Vorpremiere ist im Queersicht-Programm zu sehen. Das französische Drama «120 BPM» verfolgt das Wirken der Pariser Aktivistengruppe ACT UP Anfangs der 1990er Jahre, die ein Bewusstsein für die Themen HIV und AIDS schaffen will. Der vielgelobte Film kann am Montag, 6. November also schon vor dem offiziellen Start in der Deutschschweiz gesehen werden.

Natürlich gibt es viele weitere Filme zu sehen, die noch nie in einen Berner Kino gezeigt wurde. Und sie kommen aus der ganzen Welt. Von den Philippinen kommt der Film «2 Cool 2 Be 4Gotten» über Schüler die von einer bessern Welt träumen, aus Irland der Film «A Date for Mad Mary» über eine Frau die aus dem Gefängnis entlassen wurde und ihren Weg zurück ins Leben sucht, aus Armenien der Film «Apricot Groves» über eine Trans*Mann der bei den Hochzeitsvorbereitungen seines Bruders hilft und im israelischen Film «Bar Bahar» geht es um drei ganz unterschiedliche Frauen, die sich in einem Konflikt zwischen Tradition und Moderne befinden und sich daraus zu befreien versuchen.

Bei den Queersicht Besucher_innen immer sehr beliebt sind die Kurzfilme. Gezeigt werden 27 Filme in drei Blöcken. Das Publikum erhält bei den Vorstellungen Zettel und Bleistift und kann die Filme bewerten. Belohnt wird der beliebteste Film mit CHF 2000.- und der kontroverseste mit CHF 500.-. Selbstverständlich gibt es auch für die Abstimmenden etwas zu gewinnen.

Nebst dem Filmegucken kann bei Queersicht auch geplaudert, getrunken, gegessen und gefeiert werden. Täglich offen ist die Lounge im Kulturpunkt im Progr wo am Sonntag auch ein Brunch aufgetischt wird. Am Samstag ist Party in der Turnhalle angesagt. Dafür holt sich das Queersicht-Team die französiche DJane Jennifer Cardini nach Bern. Sie will mit minimalen Tönen deine Lampe und dein Herz zum klopfen bringen. Unterstützt wird sie vom Berner DJ Audiophil.

Alle weiteren Infos zu Festival findest Du auf www.queersicht.ch

 

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Infos
Datum: 28.10.2017
Autor: Ludwig Zeller
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